Bauer: Jugendwohlfahrt beschreitet neue Wege

Neue Broschüre über vielfältiges Angebot

St.Pölten (NLK) - Die Jugendwohlfahrt sei mit sich ständig steigenden Anforderungen konfrontiert, vor allem im ländlichen Raum treten Probleme auf, die früher nur in städtischen Ballungszentren vorhanden waren, betonte heute in einer Pressekonferenz das zuständige Regierungsmitglied für Jugendwohlfahrt in Niederösterreich, Landesrat Dr. Hannes Bauer. Die Scheidungen hätten in den letzten zehn Jahren europaweit um ein Drittel zugenommen. Eltern sinken in die Erwerbsuntätigkeit ab, bei Jugendlichen sei ein zunehmender Leistungsdruck in der Schule und beim Berufseinstieg festzustellen. Die Folge seien zunehmend der Verlust von Orientierung, die Zunahme von Gewalt, der Zulauf zu Drogen und auch zu Sekten. "Wir müssen hier versuchen, einen festen Boden zu zimmern", sagte Bauer. Wo langfristige Strukturen nicht in Ordnung seien, müsse man Unterstützung leisten. Auch müsse man die Herkunftsfamilie unterstützen und nicht nur die Jugendlichen selbst.

Bauer hob auch den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Heimen hervor. Das Land führt im Rahmen der Jugendwohlfahrt ein Kinderheim, sieben Jugendheime, ein Mutter-Kind-Haus, ein Heilpädagogisches Zentrum und ein Gästehaus. So ist man letztlich zu Spezialheimen mit Unterstützungscharakter gekommen, meinte Bauer. Allein in Heimen und bei Pflegefamilien - also nicht zu Hause - sind rund 1.500 Kinder und Jugendliche in Niederösterreich untergebracht. Mit dem Titel "Daheim" ist jüngst eine Broschüre über die Jugendwohlfahrt der Abteilung Heime des Amtes der NÖ Landesregierung herausgekommen, die unter der Telefonnummer 02742/200-6455 erhältlich ist.

Durch das niederschwellige soziale Angebote wie zum Beispiel durch Beratungsstellen, durch ambulante Familienhilfe, aber auch durch die Aufnahme in Heimen bietet das Land Niederösterreich Kindern und Jugendlichen Hilfe und Unterstützung. Die Aus- und Weiterbildung durch eine Qualifikationsoffensive der Sozialpädagogen -berufsbegleitendes Kolleg für Sozialpädagogik der Bundesbildungsanstalt, Start für einen dreisemestrigen Lehrgang der Landesakademie im Herbst - wird vorangetrieben. Auch in den Heimen wird viel geleistet: Teilstationäre Angebote zur Betreuung von Kindern in Tagesgruppen und die Verstärkung der Elternarbeit sind genauso Praxis wie EU-Austauschprogramme im Landesjugendheim Korneuburg oder Lehrstellenprojekte und Arbeitstrainingsangebote. Auch wird in allen Heimen ein neues EDV-System erarbeitet.

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