Erster Stadterneuerungspreis geht neuerlich an die Wohbauvereinigung für Privatangestellte

WBV der Gewerkschaft der Privatangestellten stiftet Preis für Flüchtlinge

Wien (GPA/ÖGB). Die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte erhielt nach dem 1. Stadterneuerungspreis im Jahr 1989/90 für das Wohnhaus 7., Burggasse 19, dem 2. Stadterneuerungspreis 1989/90
für das Wohnhaus 7., Gardegasse 5 und dem 2. Stadterneuerungspreis 1992/93 für das Wohnhaus 7., Kirchengasse 36 nun auch heuer wieder den 1. Stadterneuerungspreis 1999 für die Sanierung des Wohnhauses 7., Mariahilfer Straße 6. ++++
Die Geschichte: Das seitens der Wohnbauvereinigung im Jahr 1994
von der Gemeinde Wien, mit der Absicht eine Sockelsanierung durchzuführen, erworbene bewohnte Haus kann historisch bis vor das Jahr 1833 zurückverfolgt werden und steht unter Denkmalschutz.
Das Wohnhaus stellt eine gelungene Synthese verschiedener Stilepochen dar. Besonders hervorzuheben ist seine ungewöhnliche Fassadengestaltung, die einen besonderen Akzent im unteren Strassenabschnitt der Mariahilfer Straße setzt.
Sanierung: Mit den Sanierungsarbeiten wurde 1997 begonnen. Sie konnten Ende 1998 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Planung
und örtliche Bauaufsicht wurden vom Büro Schwalm Theiss & Gressenbauer durchgeführt.
1. Sockelsanierung des Wohnhauses: Das Wohnhaus wurde durchgehend saniert. Darüber hinaus erfolgte ein Anschluss des Wohnhauses an das Fernwärmenetz und ein Lifteinbau. Ausständig ist noch die Fassadensanierung an der Straßenfront in der Mariahilfer Straße. 2. Sanierung Wohnungen: Insgesamt wurden 6 Wohnungen saniert und gemäß MRG-Kategorie A im Standard angehoben.
3. Dachgeschossausbau: Weiters wurden 2 neue Wohnungen im Dachgeschoss mit Dachterrasse und Blick über die Innenstadt errichtet.
4. Neubau im Innenhof: Der Neubau umfasst die Errichtung von 9
neuen Wohnungen in drei Wohnhäusern, die vor die hohen Feuermauern der Nachbarbebauung gestellt wurden.
Kosten für die Mieter
Die Sanierung wurde aus Mitteln der Wr. Wohnbauförderung (WWFSG 1989) gefördert. Die Mietenbelastung beträgt zwischen S 24,95 pro m² (hausseitige Sanierungsmaßnahmen) und S 76,35 pro m² (Dachgeschossausbau). Die Wohnbauvereinigung hat sich verpflichtet nach Rückzahlung sämtlicher Darlehen die Mieten auf einen Wert gem. MRG - Ausstattungskategorie A bzw. Richtwert zu senken. Besonderer Dank gebührt den verständnisvollen Altmietern des Wohnhauses, die für einen Zeitraum von fast zwei Jahren immer wieder Belastungen durch Staub, Lärm und anderen durch die Bauarbeiten hervorgerufen Unbill zu leiden hatten.
Weiters soll der Museumsquartiererrichtungsgesellschaft dafür gedankt werden, dass sie durch die Genehmigung zur Aufstellung
eines Kranes auf dem Grundstück des Museumsquartieres die Errichtung der Neubauwohnungen überhaupt erst ermöglicht hat. Großer Dank ergeht auch an das Bundesdenkmalamt und den Altstadterhaltungsfonds für die permanente Unterstützung bei der Durchführung dieses Bauvorhabens.
Wohnbauvereinigung stiftet Preis für Flüchtlingskinder
Die Wohnbauvereinigung stiftet den für den Stadterneuerungspreis ausgelobten Geldbetrag als Beitrag für die Finanzierung der "Aufrechterhaltung des Sommerbetriebes" im Kindertagesheim des Flüchtlingswohnheimes 11., Zinnergasse 29b. Damit soll die Betreuung der Kinder auch während der Schulferien gesichert
werden.
ÖGB, 17. Juni 1999 Nr. 297

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