• 17.06.1999, 14:01:06
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  • OTS0280

Erster Stadterneuerungspreis geht neuerlich an die Wohbauvereinigung für Privatangestellte

WBV der Gewerkschaft der Privatangestellten stiftet Preis für Flüchtlinge

Wien (GPA/ÖGB). Die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte
erhielt nach dem 1. Stadterneuerungspreis im Jahr 1989/90 für das
Wohnhaus 7., Burggasse 19, dem 2. Stadterneuerungspreis 1989/90
für das Wohnhaus 7., Gardegasse 5 und dem 2. Stadterneuerungspreis
1992/93 für das Wohnhaus 7., Kirchengasse 36 nun auch heuer wieder
den 1. Stadterneuerungspreis 1999 für die Sanierung des Wohnhauses
7., Mariahilfer Straße 6. ++++
Die Geschichte: Das seitens der Wohnbauvereinigung im Jahr 1994
von der Gemeinde Wien, mit der Absicht eine Sockelsanierung
durchzuführen, erworbene bewohnte Haus kann historisch bis vor das
Jahr 1833 zurückverfolgt werden und steht unter Denkmalschutz.
Das Wohnhaus stellt eine gelungene Synthese verschiedener
Stilepochen dar. Besonders hervorzuheben ist seine ungewöhnliche
Fassadengestaltung, die einen besonderen Akzent im unteren
Strassenabschnitt der Mariahilfer Straße setzt.
Sanierung: Mit den Sanierungsarbeiten wurde 1997 begonnen. Sie
konnten Ende 1998 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Planung
und örtliche Bauaufsicht wurden vom Büro Schwalm Theiss &
Gressenbauer durchgeführt.
1. Sockelsanierung des Wohnhauses: Das Wohnhaus wurde durchgehend
saniert. Darüber hinaus erfolgte ein Anschluss des Wohnhauses an
das Fernwärmenetz und ein Lifteinbau. Ausständig ist noch die
Fassadensanierung an der Straßenfront in der Mariahilfer Straße.
2. Sanierung Wohnungen: Insgesamt wurden 6 Wohnungen saniert und
gemäß MRG-Kategorie A im Standard angehoben.
3. Dachgeschossausbau: Weiters wurden 2 neue Wohnungen im
Dachgeschoss mit Dachterrasse und Blick über die Innenstadt
errichtet.
4. Neubau im Innenhof: Der Neubau umfasst die Errichtung von 9
neuen Wohnungen in drei Wohnhäusern, die vor die hohen Feuermauern
der Nachbarbebauung gestellt wurden.
Kosten für die Mieter
Die Sanierung wurde aus Mitteln der Wr. Wohnbauförderung (WWFSG
1989) gefördert. Die Mietenbelastung beträgt zwischen S 24,95 pro
m² (hausseitige Sanierungsmaßnahmen) und S 76,35 pro m²
(Dachgeschossausbau). Die Wohnbauvereinigung hat sich verpflichtet
nach Rückzahlung sämtlicher Darlehen die Mieten auf einen Wert
gem. MRG - Ausstattungskategorie A bzw. Richtwert zu senken.
Besonderer Dank gebührt den verständnisvollen Altmietern des
Wohnhauses, die für einen Zeitraum von fast zwei Jahren immer
wieder Belastungen durch Staub, Lärm und anderen durch die
Bauarbeiten hervorgerufen Unbill zu leiden hatten.
Weiters soll der Museumsquartiererrichtungsgesellschaft dafür
gedankt werden, dass sie durch die Genehmigung zur Aufstellung
eines Kranes auf dem Grundstück des Museumsquartieres die
Errichtung der Neubauwohnungen überhaupt erst ermöglicht hat.
Großer Dank ergeht auch an das Bundesdenkmalamt und den
Altstadterhaltungsfonds für die permanente Unterstützung bei der
Durchführung dieses Bauvorhabens.
Wohnbauvereinigung stiftet Preis für Flüchtlingskinder
Die Wohnbauvereinigung stiftet den für den Stadterneuerungspreis
ausgelobten Geldbetrag als Beitrag für die Finanzierung der
"Aufrechterhaltung des Sommerbetriebes" im Kindertagesheim des
Flüchtlingswohnheimes 11., Zinnergasse 29b. Damit soll die
Betreuung der Kinder auch während der Schulferien gesichert
werden.
ÖGB, 17. Juni 1999 Nr. 297

Rückfragehinweis: Mag. Michael Gehbauer

Wohnbauvereinigung für Privatangestellte
Tel.: (01) 533 34 14

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