Görg/Ederer zur U2-Verlängerung: Stand der Planungen

Wien, (OTS) Bei einem gemeinsamen Hintergrundgespräch von Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg und Stadträtin Mag. Brigitte Ederer am Mittwoch, wurde der Stand der Planungen zur U2-Verlängerung nach Stadlau/Aspern präsentiert.

Dabei wurde auf die frühe Einbindung der Bevölkerung, sowie diverse Knackpunkte, die sich im Zuge der U2-Planung ergeben, hingewiesen. Bei Fertigstellung der U2 im Jahr 2008 werde man in knapp 20 Minuten von der Endstelle Aspernstraße zum Karlsplatz fahren können - der Beginn der Bauarbeiten für die Wendeanlage am Karlsplatz sei mit März 2000 angesetzt.

Auf folgende Punkte wurde hingewiesen:

o Öffentlichkeitsarbeit: 4 Informationstage mit Fachbegleitung

in den Bezirken 2 und 22
o Knackpunkte: Individual- und Öffentliche-Verkehrsführung während

des Baus der U2-Verlängerung am Schottentor - Praterstern -Gestaltung Ausstellungsstraße - Station Stadion - Abschnitt Donaustadtbrücke - Schule Langobardenstraße - Betriebsgleis
o Zeitplan: Inbetriebnahme 2007 bzw. 2008

Verlängerung der U2 vom Schottenring nach Stadlau/Aspern

Im Februar 1998 fiel die Entscheidung zur Verlängerung der U2 nach Stadlau/Aspern. Das war ein bedeutender Schritt in der Geschichte der Stadt Wien. Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg und Finanzstadträtin Mag. Brigitte Ederer haben sich neben der Verlängerung der Linie U2 vom Schottenring aus auch auf die Verlängerung der U1 von Kagran nach Leopoldau geeinigt. Dabei handelt es sich um 14 zusätzliche U-Bahn-Kilometer und 16 Stationen, die nach Fertigstellung der beiden Verlängerungen Hunderttausende transdanubische Wienerinnen und Wiener in Minutenschnelle ins Zentrum befördern werden.

Derzeitiger Stand der Planungen

Im Sommer 1998 begann die MA18 (Stadtentwicklung und -
planung) mit der "Generellen Planung" der U2-Verlängerung nach Stadlau/Aspern. Die U2 wird vom Schottenring über die Taborstraße im 2. Bezirk zum Praterstern und weiter über die Ausstellungsstraße und das Ernst-Happel-Stadion zur Donaustadtbrücke verlängert. Im 22. Bezirk wird die U2 über das Donauspital bis zur geplanten Endstelle bei der Erzherzog-Karl-Straße (Station Aspernstraße) geführt. In der jetzigen Optimierungsphase soll nun der Verlauf der Trasse exakt festgelegt werden.

o Öffentlichkeitsarbeit: Bürgerinformation und Einbindung aller

Interessierten

Ähnlich wie bei der U1-Verlängerung, legt die Wiener Stadtplanung gemeinsam mit den Wiener Linien auch diesmal wieder alle Pläne für interessierte Bürgerinnen und Bürger öffentlich zur Einsicht und Diskussion auf. Die zuständige MA18 (Stadtentwicklung und -planung) lädt vor der Sommerpause viermal
zu Informationstagen in die Bezirke 2 und 22 ein. Viele
Bürgerinnen und Bürger haben dadurch die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand der Planungen aus erster Hand - also von einem Fachplaner - informieren zu können.

Die Informationstage werden von einer Werkstatt-Ausstellung begleitet, die den aktuellen Stand der Planungen zeigt. Ab Herbst sollen dann intensivere Gespräche im kleineren Rahmen für AnrainerInnen und Interessierte durchgeführt werden.

o U2-Verlängerung im 2. Bezirk: 23. und 24. Juni, Planetarium,

15 - 19 Uhr
o U2-Verlängerung im 22. Bezirk: 30. Juni und 1. Juli, Foyer des

SMZ-Ost, 15 - 19 Uhr

Wie geht es nun weiter?

Bis zum Herbst 1999 soll die Optimierung der Trasse nach Stadlau/Aspern erfolgen. Bis Anfang 2000 dauert die Erarbeitung
des "Generellen U-Bahn-Projektes", anschließend erfolgt die Übergabe des Projektes an die Wiener Linien.

o Knackpunkte, die es "gut" zu lösen gilt:

Beim Bau der U2-Verlängerung Karlsplatz-Aspern wird es folgende neuralgische Punkte geben:

1. Individual- und Öffentliche-Verkehrsführung während des Baus der U2

o Beginn der Umbaumaßnahmen der Stammstrecke: März 2000 mit

Baubeginn der Wendeanlage Karlsplatz und Verlängerung der Stationen Babenbergerstraße, Volkstheater und Rathaus - Station Lerchenfelderstraße wird aufgelassen (vorauss. 2003) - Linie 46 erhält dafür eine zusätzliche Station beim Justizpalast
o Sperre der Maria-Theresien-Straße für ca. 2 Jahre (ca. 2003-

2005) - die Individualverkehrs-Umleitung wird über die Ringnebenfahrbahn (zw. Wasagasse und Deutschmeisterplatz)
geführt werden - d.h. neue Verkehrsbelastung für Teile des
1. und 9. Bezirkes
o während des Baus der U2 zwischen Schottentor und Schottenring

wird die U-Bahn zwar eingleisig dafür aber als Langzug geführt -anstatt der bisherigen 4-Minuten-Intervalle ergeben sich jetzt 5-Minuten-Intervalle - Fertigstellung der U2-Donaukanalquerung
bis 2007

2. Praterstern - Neugestaltung des Platzes, Verknüpfung der U1, U2 und S-Bahn - Passagenüberlegung des Bezirkes zur Überleitung in den Prater

3. Gestaltung Ausstellungsstraße - die längst fällige Sanierung der Ausstellungsstraße kann durch den U-Bahn-Bau endlich in Angriff genommen werden - durch die Optimierung (auch der Fahrrad- und Fußwege) wird das Gelände um ein Vielfaches aufgewertet. Grundsätzlich gibt es in der Ausstellungsstraße zwei Möglichkeiten des Auftauchens der U-Bahn: 1. beim Wieselburger, zwischen Wolfgang Schmälzlgasse und Wohlmuthstraße, 2. im Bogen zwischen Ausstellungsstraße und Vorgartenstraße (kostet 200 Mio. Schilling mehr)

4. Station Stadion: hier sind die Volksschule und ein Kindertagesheim betroffen - beide werden in ein gemeinsames Objekt in unmittelbarer Nähe verlegt

5. Abschnitt bis zur Donaustadtbrücke - hier gestaltet sich die Grundstücksablöse kompliziert und langwierig

6. Schule Langobardenstraße - da die zukünftige Trasse bedingt durch die Kurvenradien entweder direkt durch den Friedhof Stadlau oder durch die Schule in der Langobardenstraße verläuft, ein Friedhof aber nicht durchfahren werden kann, muß die Trasse durch die Schule gelegt werden. (betroffen ist eine Volksschule
und ein Kindertagesheim). Beide werden als gemeinsames Objekt am gleichen Grundstück neu errichtet.

7. Das Betriebsgleis der zukünftigen U2-Verlängerung soll entlang der Südosttangente in Tieflage durch den Prater geführt werden, im Knoten Prater aufsteigen und in Hochlage den Donaukanal queren, um dann die Abstellhalle im Bahnhof Erdberg zu erreichen. Die vorliegende Bündelung des Betriebsgleises mit der Südosttangente stellt die umwelt- und naturraumverträglichste Variante dar. Länge des gesamten Gleises: 1,4 km.

o Zeitplan: weitere Vorgangsweise und Inbetriebnahme

Mitte 2000 bis Mitte 2001 soll das Eisenbahnrechtliche Verfahren und die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Neubaustrecke Schottentor - Stadlau/Aspern durchgeführt werden. Ende 2002 soll Baubeginn im 1. Teilabschnitt Schottentor-Stadion erfolgen, Ende 2004 im Außenast Stadion-Aspern. Die geplante Eröffnung bis zum Stadion wird mit Ende 2007, die Fertigstellung der U2-Verlängerung bis Aspern ist bis Ende 2008 vorgesehen. (Schluß) lei

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