Greenpeace deckt auf: Futtermittel-Kontrolle in Österreich völlig unzureichend

Greenpeace: Keine Analysen auf Umweltgifte in Futtermitteln - Landwirtschaftsminister Molterer für Kontrollversagen verantwortlich

Wien (OTS) - Greenpeace-Recherchen über den Zustand der österreichischen Futtermittel-Kontrolle brachten alarmierende Ergebnisse: Analysen auf Umweltgifte wie Dioxin, PCBs oder Schwer-metalle sind in Österreich nicht vorgesehen. Weiters wird jedes österreichische Futtermittelwerk nur einmal pro Jahr untersucht. Dabei stehen jedoch Kontrollen der Zusammensetzung der produzierten Futtermittel im Vordergrund, Analysen auf Umweltgifte sind, wenn überhaupt, eine Rarität. Zuständig für dieses Kontrollversagen Futtermittel-Kontrolle ist das Landwirtschaftsminister Molterer unterstellte Bundesamt und Forschungszentrum für Landwirtschaft (BFL) in Wien.

"Es ist unglaublich, wie schlecht die Behörden die österreichische Futtermittel-Produktion überwachen", stellte Greenpeace-Chemiker Dr. Thomas Belazzi empört fest. "Da Umweltgifte in Futtermittel unausweichlich in unseren Lebensmitteln wie Milch, Eier und Fleisch landen, ist dieses Kontrollversagen skandalös. Landwirtschaftsminister Molterer trägt dafür die Verantwortung."

Greenpeace fordert in diesem Zusammenhang densofortigen Aufbau eines lückenlosen Futtermittel- Kontollsystems für Dioxine und andere Umweltgifte in Österreich und der EU rascheFestsetzung von strengen Grenzwerten für Dioxin und anderen Umweltgiften in Futtermitteln einDioxin-Ausstiegsprogramm für Österreich und die EU. Die Art der Dioxinquellen ist vielfältig und reicht von der Produktion von chlororganischen Verbindungen bis hin zu Stahlwerken, von Müllverbrennungsanlagen bis zu Chlorprodukten wie PVC. einerasche Umsetzung der seit Jahren von der EU verschleppten Verbote von anderen Umweltgiften wie Chlor- und Brom-Flammschutzmitteln und Chlorpestiziden, die sich ebenfalls in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern.

"Bereits vergangenes Jahr gab es in der EU einen Skandal durch Dioxin-haltige Futtermittelbestand-teile aus Brasilien, die zu stark erhöhten Dioxinwerten in Fleisch und Milch in Deutschland führten. Weder die EU-Kommission noch Landwirtschaftsminister Molterer haben offensichtlich daraus etwas gelernt. Weiterhin wurden keine regelmäßigen Untersuchungen auf Umweltgifte in Futter-mittel durchgeführt," stellt Belazzi fest. "Damit muß nun Schluß sein. Die Konsumenten haben ein Recht auf gesunde Lebensmittel und sind der immer wiederkehrenden Dioxin-Skandale Leid."

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