Inge Morath in der Kunsthalle im Museumsquartier

Wien, (OTS) Inge Morath, Photographin von Weltruf mit österreichischen Wurzeln, stellt in der Kunsthalle im Museumsquartier aus. "Das Leben als Photographin" , so der Titel
der Schau, führt selektiv durch das Schaffen von Inge Morath, die nach journalistischen Anfänge im Wien der Nachkriegsjahre den Schritt nach Paris, zu "Magnum" wagte, wo sie als erste Frau Mitglied wurde und den Grundstein zu ihrer Karriere legte. Die künstlerischen Dokumente ihrer Photo-Reisen, ihre vielen und vielfältigen Menschenbilder machen die Ausstellung zu einer fesselnden Abfolge von Begegnungen eines Lebens, von Bildern, die nicht nur abbilden, sondern auch den Geschichten, den Befindlichkeiten hinter der Oberfläche nachspüren.

Inge Morath fotografiert das, "was sie sieht, ein Auge auf
das Motiv gerichtet, eines auf die eigene Seele". Die Ergebnisse sind dokumentarisch-poetische Studien von Menschen, Orten, fremden Kulturen und geographischen Landschaften.

Marilyn Monroe, Henry Moore, Jean Cocteau, Alberto
Giacornetti oder Louise Bourgeois haben sich on ihr fotografieren lassen. Inge Morath hat Fotoreisen nach Europa, Afrika, in den Orient, innerhalb der USA und in die UdSSR, nach China, Japan, Thailand und Kambodscha unternommen und Bildreportagen in der Art von Photoessays - quasi ethnographische Studien - gemacht. Viele ihrer fotografischen Reiseberichte sind in Zusammenarbeit mit SchriftstellerInnen wie Mary McCarthy, Dominique Aubier oder ihrem Ehemann Arthur Miller entstanden.

Seit 1955 ist Inge Morath Mitglied der berühmten "Magnum"-Agentur in Paris und New York. Ihre Kollegen waren u.a. Robert
Capa, Ernst Haas, Eve Arnold und Henri Cartier-Bresson, dessen Philosophie vom "rechten Augenblick" sie sich in ihrer Arbeit zu eigen gemacht hat. Ihre Fotografien sind in Life, Paris-Match, Holiday und zahlreichen anderen Magazinen erschienen und sie sind u.a. in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art und des
Boston Museum of Art zu finden.

Im Rahmen ihres Fotografieschwerpunktes würdigte die Kunsthalle Wien das Lebenswerk dieser in den sechziger Jahren nach Amerika emigrierten Fotografin mit einer Retrospektive. Die von Sabine Folie zusammengestellte Ausstellung dokumentiert in den ausgewählten Werkgruppen die Vielfalt von Inge Moraths fotografischem Schaffen: amerikanische "Sittenbilder" des "alten" und "neuen" New York, Reportagefotos von Spanien und Iran, KünstlerInnenporträts, Backstagefotos von "The Misfits" sowie Inszenierungen von Menschengruppen, Ereignissen und
Einzelpersonen.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Kehayoff ein Katalog mit Beiträgen von Sabine Folie, Olivia Lahs-Gonzales, Gerald Matt,
Inge Morath und Rolf Sachsse, Hrsg.: Kunsthalle Wien, Sabine
Folie, Gerald Matt; deutsch, 184 Seiten mit ca. 150 Abbildungen,
390 Schilling. (Schluß) gab/rr

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