Wiener Kammeroper erhält mit sofortiger Wirkung ein neues Leitungsteam

Mit einem erfahrenen und bewährten Team geht die Kammeroper neue, zukunftsweisende Wege in der künstlerischen Ausrichtung und der wirtschaftlichen Prosperität des Hauses.

Wien (OTS) - Um die Zukunft des Hauses in künstlerischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu sichern, hat sich der Vorstand des Vereines der Wr. Kammeroper entschlossen, ein neues dreiköpfiges Leitungsteam zu installieren. "Der mit sofortiger Wirkung gesetzte Schritt wurde notwendig", erläutert Mag. Dr. Rudolf Gürtler, Präsident des Vereines, "nachdem wir mit Besorgnis in den letzten Monaten die Entwicklung des Hauses verfolgt und beobachtet haben!" Neben der Verantwortung für die Finanzgebarung habe der Vorstand auch Verantwortung für den Fortgang und die künstlerische Qualität des Hauses. "Aus diesen Gründen haben wir uns gezwungen gesehen, am Ende dieser Spielzeit neue Wege zu gehen", so Gürtler weiter.

"Wir freuen uns", so Gürtler zur neuen Leitung der Kammeroper, "daß wir das neue Team aus Mitarbeitern unseres Hauses bilden konnten, deren Können und Arbeiten uns bekannt sind und um deren Qualität wir wissen." Das Team bilden: Isabella Gabor, die die Funktion der Direktorin übernimmt; Paul Weigold, der als künstlerischer Leiter tätig sein wird und Mag. Holger Bleck, als kaufmännischer Leiter. "Zu Frau Gabor", so Gürtler, muß man nicht viel sagen. Sie ist seit vielen Jahren mit dem Haus verbunden und hat die Geschicke der Kammeroper jahrzehntelang an der Seite ihres Mannes mitgeprägt." Ihre Bestellung sei, so Gürtler weiter, kein Griff zurück." In der Zeit dieser Umstrukturierung und des Umbruchs könne so vielmehr auf Bewährtes aufgebaut und Kontinuität gesichert werden.

Das neue Team setzt klare Akzente

Gabor selbst betont, daß sie ihre Aufgabe, neben der Repräsentation des Hauses nach außen, "in erster Linie im Animieren, Inspirieren und Motivieren der Mitarbeiter des Hauses, der Künstler und des Teams" sieht. Sie weist darauf hin, daß sie sich ebenfalls weiterhin der Fortführung und dem Ausbau des Belvedere-Wettbewerbs, der seit 1982 erfolgreich läuft, widmen wird. "Wir richten heute den Blick in die Zukunft", erläutert Gabor, die vom neuen Team bereits gesetzten Akzente für die nächste Spielzeit. Wobei es bei den nötigen Eingriffen in die Spielzeit 1999/2000 auch darum ging, zum einen klare Positionierungen vorzunehmen, zum anderen aber auch, dort wo notwendig, zumindest in der ersten Spielzeit, den Abonnenten und Partnern sowie den verpflichteten Künstlern gegenüber Kontinuität walten zu lassen. Die nächste Spielzeit wird anstelle des ursprünglich geplanten Stücks "Der Liebestrank", mit. Die Spanische Stunde" von M. Ravel und "Gianni Schicchi" von G. Puccini eröffnet. "Cosi fan tutte", wird in einer deutschen Neuübersetzung präsentiert. "Änderungen wird es auch im Bereich der Lieder- und Arienabende und den Matineen geben," erklärt der neue künstlerische Leiter, Paul Weigold. Geplant sind auch eine verstärkte Kinder- und Jugendarbeit, wobei es nicht darum geht, Kinderopern zu spielen, sondern primär der Jugend "Oper" nahe zu bringen. Dies soll, so Weigold, unter anderem mittels Kooperationen mit Wiener Schulen und Einführungsveranstaltungen in der Kammeroper geschehen.

Die Karnmeroper eine echte Alternative zu den großen Wiener Häusern

"Uns geht es darum, die Kammeroper wieder zu dem zu machen, was sie bis vor wenigen Jahren war: Ein interessantes, qualitativ hochwertiges kleines Haus, das für junge Künstler ein Sprungbrett und für Operninteressierte eine echte Alternative zu den großen Wiener Häusern ist", erläutert Weigold die zukünftige Ausrichtung des Hauses. Dabei kommt dem wieder ins Leben gerufenen Studio K ein wichtige Rolle zu, in dessen Rahmen wieder experimentierfreudiges Operntheater gemacht werden soll. Der kaufmännische Leiter, Holger Bleck, betont, daß es in Hinkunft verstärkt darum geht, mit wenig Geld viel Oper, gute Oper zu machen. "Wir wissen", so Bleck, wieviel Geld wir dafür zur Verfügung haben, und wir wissen auch, was wir ausgeben werden und ausgeben können." Deshalb wird er insbesondere neue Wege im Bereich Marketing, Sponsoring und Kooperationen gehen. So zum Beispiel gibt es bereits Gespräche mit dem Theater in der Drachengasse, bezüglich einer gemeinsamen Marketingstrategie zur verstärkten Vermarktung des Theaterstandortes Drachengasse. Im Vordergrund steht für Bleck die Rück- und Zugewinnung von Abonnenten sowie eine deutliche Erhöhung der Einnahmen aus Sponsoring. "Alle unsere Bemühungen zielen darauf ab, unserem Publikum eine optimale Qualität bieten zu können."

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