Jahrhundertereignis : Totale Sonnenfinsternis

Die Augenärzte warnen: Ihre Augen sind bedroht

Wien (OTS) - Das "Jahrhundertereignis" der totalen
Sonnenfinsternis - in weiten Teilen Europas auftretend - wird viele Schaulustige, auch Jugendliche und Kinder anziehen. Viele planen ihren Urlaub oder einen Kurzaufenthalt in einer Region, wo das Naturschauspiel besonders gut beobachtet werden kann. Soweit, so gut, aber wie wirkt sich dieses Ereignis auf den Beobachter aus ?

Das menschliche Auge funktioniert ähnlich wie ein Fotoapparat, d.h. dass die Lichtstrahlen durch die brechenden Medien gebündelt (focussiert) werden und auf die Netzhaut (=Film) geleitet werden. Dadurch entsteht eine scharfe Abbildung des Gesehenen. Im Falle der Sonnenfinsternis wird die Sonne durch den Mond zum Teil oder völlig verdeckt und dadurch sozusagen "unsichtbar" - dennoch gelangen gefährliche Strahlen (zum Teil unsichtbar) zur Erde und werden vom ungeschützten Auge auf der Netzhaut konzentriert - die Gefahr lauert. Das "Bild" der Sonne blendet in diesem Zustand fast nicht, reizt also besonders zum Hinschauen; das birgt die grosse Gefahr, dass viele Menschen beim Betrachten keine Schutzvorrichtungen verwenden werden. Die gebündelten Strahlen verbrennen - je nach Dauer der Einwirkung -die empfindlichen Sinneszellen und richten damit unwiederbringlichen Schaden an. Einmal abgestorbene Sinneszellen können nicht regeneriert werden. Beim genauen Hinschauen wird das Zentrum der Netzhaut - die Stelle des schärfsten Sehens - getroffen und damit die Lesefähigkeit meist bleibend geschädigt. In der Geschichte gibt es genug Berichte über "sonnengeblendete" Menschen, in Deutschland wurden 1912 mehr als 3000 zum Teil schwer Geschädigte gezählt, viele leichter Geschädigte blieben lange unerkannt. Leider hat auch die heutige Medizin keine echt wirksame Therapie für Sonnengeschädigte parat. Der einzig wirksame Schutz sind nicht die berussten Glasplatten oder ähnliche verdunkelnde Gegenstände, sondern nur Spezialfilter, deren Hersteller für die Absorption garantieren. Fragen Sie Ihren Augenarzt, bevor es zu spät ist. Warten Sie auch nicht bis knapp zum Ereignis, ein Liefer- engpass könnte für Ihre Augen fatale Folgen haben. Heute sind im Optikhandel Filterfolien in Pappfassung bereits um ca. 30 Schilling erhältlich, denken Sie beim Kauf auch an Ihre "neugierigen " Familienmitglieder.

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