Umsatzeinbrüche aufgrund des Kosovo-Krieges bei AUSTRO CONTROL

Internationaler Flugverkehr weicht großräumig aus

Wien (OTS) - Wie erwartet ist es in den Monaten März, April und
Mai 1999 zu weit weniger Überflügen des internationalen Luftverkehrs über Österreich gekommen als dies in den internationalen Vorschaurechnungen prognostiziert wurde.

Nachdem große Teile Ungarns aufgrund der NATO-Operationen auf dem Balkan für den zivilen Überflug nicht zur Verfügung stehen, sind die vorgegebenen Streckensysteme durch Österreich gleichsam unterbrochen. Der Verkehr weicht großräumig über Tschechien, Slowakei, Ost-Ungarn, Rumänien und Bulgarien aus.

Der Einnahmenverlust der AUSTRO CONTROL betrug in den Monaten April und Mai jeweils rund 30%, wobei nicht so sehr die Anzahl der Flüge, sondern die im österreichischen Luftraum zurückgelegte geringere Distanz massiv ins Gewicht fällt.

AUSTRO CONTROL reagiert auf diese geänderte Situation in zweifacher Weise:

Auf der einen Seite werden vorhandene Einsparungspotentiale im Rahmen der Gesellschaft umgesetzt, auf der anderen Seite wird es aber auch zu einer vorübergehenden Erhöhung der Flugsicherungsstreckengebühren kommen müssen.

Bei der Berechnung von Streckengebühren sind Grundsätze zu beachten, die von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und der EUROCONTROL vorgegeben werden. Es gilt das Prinzip der Kostendeckung, daß heißt, die Gebühren müssen so bemessen sein, daß sie alle Kosten des jeweiligen Leistungsbereiches - im vorliegenden Fall sind das die Streckennavigationsdienste - decken.

Gewinne dürfen aus dem Kerngeschäft der Flugsicherung nicht erwirtschaftet werden.

Konkret wird der angesprochene Rückgang im Luftverkehr zu einer Erhöhung des Gebührensatzes von derzeit 54,38 EUR auf 85,41 EUR ab 1. August 1999 führen (diese "Dienstleistungseinheit" entspricht dem Flug eines Luftfahrzeuges mit 50 Tonnen Abfluggewicht über eine Strecke von 100 Kilometer im österreichischen Luftraum).

Wie erwähnt wird neben der Gebührenerhöhung auch ein Kostensenkungsprogramm in der AUSTRO CONTROL Platz greifen, um die Belastung der Luftraumnutzer zu vermindern. Durch diese Einsparungen wird jedoch die Sicherheit des Verkehrs im österreichischen Luftraum in keiner Weise beeinträchtigt.

Die Erhöhung der Gebühren ist grundsätzlich als temporär zu betrachten, bei der Normalisierung des zivilen Luftverkehrs in Europa und der Rückführung auf die bisher beflogenen österreichischen Streckensysteme werden die Gebühren wieder gesenkt.

Rückfragenhinweis: AUSTRO CONTROL
Dr. Heinz Sommerbauer
+43.1.1703.1070

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