Schweine-Erzeugerpreise um mehr als 50 Prozent gestiegen

Fleischwirtschaft appelliert an den Handel, Preiserhöhungen anzuerkennen

PWK - Der belgische Dioxin-Fall und neue Schweinepestfälle in Deutschland führen zu einer Verknappung des Schweineangebotes in der EU. Seit Jahresbeginn stiegen die Schweine-Erzeugerpreise um mehr als 50 Prozent von 11 auf 17 Schilling. Allein in den letzten vier Wochen war ein Preisanstieg von über 20 Prozent zu verzeichnen. "Die österreichischen Fleischer befinden sich daher in einer Preisschere zwischen Landwirtschaft und Lebensmittelhandel" stellen Ernest Pollak, Obmann des Verbandes der Fleischwarenindustrie, und Anton Karl, Bundesinnungsmeister des Fleischergewerbes, fest. "Während sich die österreichischen Landwirte über die aktuelle Preisentwicklung freuen können, stehen jedoch die Wursterzeuger dadurch unter starkem Kostendruck." ****

Der steile Anstieg der Schweinefleischpreise wirkt sich deshalb so gravierend auf die österreichischen Wurstproduzenten aus, weil Schweinefleisch den wichtigsten Rohstoff für die Wurstherstellung darstellt. "Wir appellieren daher an den Lebensmittelhandel, der sich in einer sehr mächtigen Marktposition befindet, die notwendig gewordenen und klar nachvollziehbaren Preiserhöhungen noch vor den Sommermonaten zu akzeptieren", so die beiden Vertreter der österreichischen Fleischwirtschaft.

Die österreichischen Wurstproduzenten haben bei der Erstellung der Wurstpreise durchschnittlich mit rund 12 bis 13 Schilling Schweinefleischpreis kalkuliert. Bei 17 Schilling Basispreis gehe sich die Rechnung daher nicht mehr aus, erklärt Ernest Pollak. Bezüglich des Basispreises ist außerdem anzumerken, daß dieser nur eine Verrechnungsgrundlage ist, auf die je nach Fleischigkeit des Schweineschlachtkörpers noch genau festgelegte Aufschläge hinzugerechnet werden. Für Wursthersteller, die Schweinefleisch als Rohstoff beziehen, kommt obendrein das Schlachtentgelt dazu.

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