Ethische Globalisierung: Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung

Wien (OTS) - Anläßlich des UN-Welttages zur Bekämpfung der Wüstenbildung am 17. Juni 1999 stellten Östereichs NGOs, das TGM, die Caritas und die Entwicklungswerkstatt Austria (EWA), ihre Aktivitäten zum Thema Entwicklungshilfe vor.

Das TGM Wien entwickelte ein silikatisches Material, das es Anwender ermöglicht, im bis zu 85°C heißen Wüstensand alle Arten von Sträuchern und Bäumen zu pflanzen. Grundlage der Baumpflanzungen in den extrem trockenen Gebieten Afrikas und Arabiens ist ein umweltfreundliches Material, das enorm wasserspeichernd ist. So kann 1 kg dieses mineralischen Pulvers bis zu 50 kg (= 50 Liter!) Wasser samt Nährstoffen aufnehmen und speichern. "Dadurch ersparen wir uns zwischen 80 und 90% Wasser. Die Bevölkerung braucht die solcherart gepflanzten Bäume nur mehr alle 11 Tage gießen, anstatt bis jeden Tag", erklärt Prof. Dr. rer.nat. Hugo Hubacek, Leiter der Versuchsanstalt für Silikattechnik am TGM Wien, anläßlich der Pressekonferenz zum UN-Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung.

Bis dato hat das TGM Wien in folgenden Ländern Afrikas und des Nahen Osten mitgewirkt, die Fortschreitung arider Gebiete anheimzuhalten:
Mauretanien, Ägypten, Marokko, Senegal, Vereinigte Arabische Emirate. Mehr als 3000 Palmen wurden solcherart in die Wüste gepflanzt Hubaceks Zukunftsvision: "Im Schatten dieser Gewächse können die Menschen vor Ort Obst und Gemüse für den eigenen Nahrungsbedarf anpflanzen. Unsere Hilfe ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Das verstehe ich unter 'ethischer Globalisierung'."

Jährlich trocknen weltweit 60.000 km2 Fläche aus, weil es am fruchtbaren Humus mangelt. Die Oberflächen-Nährschicht, die eine Nutzung des Bodens ermöglichen würde, wird durch Winde weggeblasen oder weggeschwemmt. Gründe dafür sind die fortschreitende Klimaveränderung (Erwärmung), zuviele Brunnenbohrungen und damit verbundene Wasserentnahmen), Abholzungen und die Intensivierung der Landwirtschaft. Die UNESCO listet in ihrem aktuellen Bericht 90 Länder auf, die unter extremem Wassermangel zu leiden haben.

Die Zusammenarbeit mit Caritas und EWA hat dem TGM wertvolle Hinweise über die soziokulturellen Strukturen in den Entwicklungsländern geliefert.

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