Ausstellung "10 Jahre offene Grenze" kommt nach Gmünd

Kulturstammtisch befaßt sich mit Gmünd - Ceske Velenice

St.Pölten (NLK) - Die Wanderausstellung "10 Jahre offene Grenze" kommt nach Gmünd und wird im Palmenhaus vom 17. bis 27. Juni gezeigt. Sie war ab April schon in Waidhofen an der Thaya, in Jindrichuv Hradec (Neuhaus) und in Dacice (Datschitz) zu sehen. Sie wird von der Waldviertelakademie veranstaltet und geht der Frage nach, was aus der anfänglichen Aufbruchstimmung nach dem Fall des Eisernen Vorhanges 1989 geworden ist. Die Entwicklung seither brachte auch Gleichgültigkeit, Desinteresse und sogar Ablehnung der Nachbarschaft gegenüber. Es ergab sich ein buntes Bild der Grenze vom Aufmarschgebiet für Billighändler, die Konfrontation zwischen reichen Österreichern und den armen Tschechen und die Last der jüngeren Geschichte. Die Ausstellung soll dazu dienen, nachzudenken und auch eigene Erfahrungen zu reflektieren, letztlich aber Barrieren abzubauen. Anschließend wird die Schau noch in Horn und in Drosendorf gezeigt.

Die Waldviertel-Akademie veranstaltet aus Anlaß der Ausstellungseröffnung einen Kulturstammtisch, der sich mit dem Verhältnis von Gmünd und Ceske Velenice in Geschichte und Gegenwart beschäftigt. Die heutige Teilung verdankt die Grenzstadt dem Friedensvertrag von St.Germain im Jahr 1919, als rund 120 Quadratkilometer des Gmünder Hinterlandes an die neu entstandene Tschechoslowakei abgetreten werden mußten. Bei Gmünd gingen acht Ortschaften an den neuen Staat über. Beim Kulturstammtisch referieren der Kremser Gymnasialdirektor Wolfgang Katzenschlager, der tschechische Historiker Dr. Jindrich Schwippel und der Alt-Bürgermeister von Gmünd, Alfred Drach, über die historische Entwicklung der geteilten Stadt.

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