LiF-Hack: Kunstplatz Karlsplatz braucht ein neues Verkehrskonzept

Wiener Liberale fordern mehr Platz für Grünflächen und weniger Fahrbahnen!

Wien (OTS) Der Umbau der U2-Wendeanlage und die damit verbundenen Planungen rund um das Künstlerhaus seien eine gute Gelegenheit, die Verkehrsorganisation am Karlsplatz endlich neu zu gestalten, sagte heute Michaela Hack, Planungssprecherin des Wiener Liberalen Forums. Die geforderte Neuorganisation der Verkehrsführungen zur Attraktivierung des Karlsplatzes müsse besonders die Bedürfnisse der FußgängerInnen und RadfahrerInnen berücksichtigen, so Hack.

"Die Zeiten, in denen jeder und alles, was den Autoverkehr stören könnte, unter die Erde in dunkle Gänge verbannt wurde, sind endgültig vorbei. Diesem Umstand muß nun auch im Bereich Karlsplatz endlich Rechnung getragen werden", betonte die liberale Planungssprecherin. Nach den Plänen der Wiener Liberalen sollen dazu der 1. wieder mit dem 4. Bezirk verklammert werden, die Wiedner Hauptstraße hinter der Kunsthalle vorbei geführt werden. Die Lothringerstraße im Bereich Künstlerhaus soll auf je zwei Fahrstreifen in jede Fahrtrichtung reduziert werden mit einer Taxi-bzw. Stop&Go-Spur im Bereich Künstlerhaus.

Durch oberirdische Fußgängerverbindungen zwischen dem Künstlerhaus und den Otto Wagner-Pavillions bzw. durch die Verlängerung des Fußgängerbereiches von der Kärntnerstraße über die Wiedner Hauptstraße bis zur Bibliothek der Technischen Universität könnten Innere Stadt und Wieden wieder zusammengeführt werden. In diesem Zusammenhang forderte die Klubobfrau der Liberalen in Wieden, Susanne Reichard, die Öffnung der Wiedner Hauptstraße bei der Paulanerkirche sowie die Verlegung der Straßenbahnquerungen vor der Bibliothek der Technischen Universität. Ein entsprechende Antrag wird in der nächsten Bezirksvertretungssitzung am 17. Juni von den Wiedener Liberalen eingebracht werden.

Zudem verlangte Hack auch neue Fußgängerverbindungen zwischen dem Kunsthallen-Areal, der Sezession und dem Akademiehof. Darüberhinaus auch zwischen Akademie und 6. Bezirk im Bereich des Audimax der Technischen Universität.

Um den Karlsplatz attraktiver zu gestalten und mehr und vor allem durchgehende Grünzonen zu schaffen, schlug die liberale Planungssprecherin eine Verlegung der Wiedner Hauptstraße - hinter der Kunsthalle vorbei - vor. Dadurch entstünde eine durchgehende Grünzone zwischen Resselpark und Kunsthalle. Großzügige Fußgeher-und Grünbereiche in den Randzonen des Karlsplatzes könnten durch ein Abrücken der Fahrbahnen vor dem Akademiehof und dem Café Museum geschaffen werden.

"Auch im Bereich öffentlicher Verkehr müssen einige Änderungen vorgenommen werden", erläuterte Hack. Konkret bezog sie sich mit dieser Forderung auf die Umkehrschleifen für die Straßenbahnen, die auf ein notwendiges Mindestmaß reduziert bzw. überhaupt entfernt werden sollten, wie die Straßenbahngleise in der Akademiestraße (im Bereich der Handelsakademie bzw. des Künstlerhauses). Gleichzeitig müßten im Zuge der Umbauarbeiten für die Wendeanlage der U2 die U-Bahn-Passagen am Karlsplatz attraktiver gestaltet werden.

"Unseren Vorschlägen entsprechend haben wir bereits in der letzten Gemeinderatssitzung die zuständigen Stadträte Görg und Svihalek aufgefordert, eine umfassende Bestandsanalyse für das Karlsplatzareal in Auftrag zu geben", so Hack. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Studie sollten die Vorschläge zur Änderung der Verkehrsführungen am Karlsplatz dann so rasch wie möglich mit dem Bund, den Wiener Linien und anderen maßgeblichen Dienststellen abgeklärt werden. "Bleibt nur zu hoffen, daß dem Planungsstadtrat die Gestaltung öffentlicher Plätze tatsächlich so am Herzen liegt, wie er dies stets betont, und ihn nicht in letzter Minute noch der Mut verläßt", so die liberale Planungssprecherin abschließend.

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