AK: Biodiesel belastet die Umwelt

Wien (OTS) – Bei der Umsetzung des Kyotozieles kommt es darauf an, Klimaschutzmaßnahmen wirksam zu erreichen. Biodiesel gehört nicht zu den effizienten Maßnahmen, kritisiert die AK die Aussagen vom Vorsitzenden der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Rudolf Schwarzböck. Stattdessen ist Wärmedämmung und Fernwärme dem Biodiesel von den Beschäftigungseffekten und Kosten weit überlegen, so die AK. ****

Die AK weist die Aussagen von vom Vorsitzenden der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Rudolf Schwarzböck schärfstens zurück. Die AK bleibt dabei: Die Biodiesel-Pflicht verursacht Kosten für die Konsumenten und Steuerzahler, bringt
aber wenig:

+ Präsident Schwarzböck soll sich für eine sinnvolle Verwendung von Biodiesel in der Landwirtschaft aussprechen, anstatt
wiederholt den Einsatz von Heizöl für die landwirtschaftlichen Maschinen zu fordern.

+ Der Ölraps benötigt hohe Stickstoffmengen. Sogar der "Bauernbündler" als eine wichtige Fachzeitschrift gibt Düngeempfehlungen von bis zu 200 kg Stickstoff pro Hektar ab.

+ Im Rahmen der EU-Lastenaufteilung hat sich die AK für ein anspruchsvolles Kyotoziel eingesetzt und auch Vorschläge gemacht, wie diese erreicht werden kann. Wärmedämmung spart dreimal soviel CO 2 und Fernwärmeförderung neunmal soviel CO 2 ein als Rapsdiesel.

+ Bei den Berechnungen der CO2 Einsparung vergessen die Landwirte gerne, daß sie sehr energieintensiv produzieren. Eine Reihe internationaler Studien haben dies berücksichtigt und kommen zu einem Nettoeffekt der CO2 Einsparung der nur zwischen 45 Prozent (UBA, Deutschland) und 17 Prozent (Internationale Energieagentur, Paris) der von den Landwirten behaupteten Werte liegen.

+ Auch die Rechenspiele der Landwirte zu den Kosten des Klimaschutzes zeigen wenig ökonomisches Verständnis. Es kommt in der Umsetzung des Kyotozieles darauf an das Klimaziel so effizient wie möglich zu erreichen. Die Beimischung von Rapsöl zum Dieselkraftstoff ist nicht unter den effizienten Maßnahmen:
Wärmedämmung, Fernwärmeversorgung, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und auch Solarkollektoren sind von den Kosten und Beschäftigungswirkungen dem Biodiesel weit überlegen.

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