Berufskraftfahrer bereiten Blockaden vor

Frächter bleiben noch immer bei ihrem Schandangebot

Wien (HTV/ÖGB). Da die Frächter ihr Schandangebot bei den Kollektivvertragsverhandlungen nicht erhöhen woolen, bereiten die Berufskraftfahrer eine Blockade der Phyrnautobahn für den 26. Juni vor. Dies gab der Bundessekretär der Fachgruppe Transport in der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV), Georg Eberl, im Rahmen des Familientages der Berufskraftfahrer in Wien-Aspern bekannt. ++++

79,50 S beträgt der Stundenlohn eines Berufskraftfaherers. Die Unternehmer wollen lediglich einen Schilling mehr zahlen und haben die Kollektivvertragsverhandlungen abgebrochen. Die Gewerkschaft will noch bis 19. Juni auf ein besseres Angebot warten und dann
die angekündigten Blockaden durchführen. Eberl: "Die Blockade der Phyrnautobahn haben wir vorsichtshalber bereits für den 26. Juni bei der Bezirkshauptmannschaft Liezen angemeldet."

ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch forderte die Frächter auf, endlich ein besseres Angebot auf den Tisch zu legen, um in den nächsten Tagen zu einem vernünftigen Verhandlungsabschluss zu kommen. Der Präsident der Bundesarbeitskammer, Herbert Tumpel, kritisierte die schlechten Arbeitsbedingungen der
Berufskraftfahrer und forderte, dass sich die Frächter endlich an die gesetzlichen Bestimmungen halten und die Fahrer nicht ständig unter Druck setzen sollten.

Der EU-Abgeordnete und Textilgewerkschaftsvorsitzende, Harald
Ettl, forderte, dass die EU-Verkehrsminister die vom EU-Parlament vorgeschlagene Arbeitszeitregelung beim EU-Ministerrat am 17.Juni umsetzen sollten. Diese Regelung sieht vor, dass die wöchentliche Arbeitszeit der Fahrer EU-weit höchstens 48 Stunden betragen dürfe. Die Frauensekretärin der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie und EU-Kandidatin, Monika Kemperle, forderte eine obligatorische Berufsausbildung der Fahrer. (ff)

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