"Die großen Prophezeiungen"

Pröll eröffnete 11. Donaufestival

St. Pölten (nlk) - "Die großen Prophezeiungen" lautete das Motto des heurigen 11. Donaufestivals, das heute abend im Festspielhaus St. Pölten von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll eröffnet wurde. Festivalintendant Dr. Alf Kraulitz wählte dieses Motto rechtzeitig zur Jahrtausendwende, um das Interesse am Unbekannten zu wecken: "Mit dem Festival soll vor allem die Eigenständigkeit der Kunst gefördert werden. Kunst darf keinesfalls langweilig werden". Landeshauptmann Pröll meinte, das Donaufestival solle mit seiner Kunst in die Zukunft weisen. "Das Festival zeigte schon in den vergangenen Jahren viele Perspektiven auf". Heuer sei besonders die Verbindung zwischen Experiment und traditioneller Kunst, zwischen Ausdauer und Kreativität sowie zwischen Spektakel und Poesie ansprechend. Kunst sei ganz allgemein ein Instrument, das für die Zukunft Mut mache.

Zur Eröffnung spielten die niederösterreichischen Tonkünstler gemeinsam mit der Gruppe Art Zoyd (fünf Musiker aus Frankreich) Avantgardemusik unter dem Motto "Dangers Visions". Der Bogen spannte sich dabei von symphonischer Musik zu Elektronik und Visual Arts. Insgesamt wurden vier Klangwerke zeitgenössischer Komponisten aufgeführt, parallel zur Musik wurden Arbeiten dreier Videokünstler auf Leinwand projiziert. Zur Einstimmung wurde am Nachmittag im Haydn-Saal des Festspielhauses der "Tag der Uraufführungen" abgehalten. Dabei wurden vier Uraufführungen von zeitgenössischer Musik und Literatur geboten. Beispielsweise vertonte Wolfram Wagner Hahnrei Wolf Käfers Assoziationen zur Fine de Siecle-Stimmung und Robert Hauerriedl las Alfred Kubin. Das Donaufestival präsentiert sich heuer als Mehrspartenfestival zwischen klassischer Moderne, Cross Over und Avantgarde. Bis 4. Juli sind im Krems und St. Pölten insgesamt 47 Produktionen, darunter sechs Uraufführungen, 13 Österreich-Premieren, fünf Koproduktionen und eine Premiere zu sehen. Höhepunkte sind u.a. eine Neuinszenierung von Samuel Becket "Warten auf Godot", die "Trilogie vom Weltenband" oder "Wagners Ring". Für Freund zeitgenössischer Kunst wurde am Sonntag im Weinstadtmuseum Krems eine große Gottfried Helnwein-Ausstellung eröffnet.

Nähere Informationen 01/368/2356/15 Mag. Martina Montecuccoli

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