Landeshauptleute der Ostregion trafen in Wien zusammen

Dieses vorsommerliche Treffen hab bereits Tradition

Wien, (OTS) Am Freitag trafen im Wiener Rathaus die Wiener Landeshauptleute Dr. Michael Häupl (Wien), Dr. Erwin Pröll (NÖ) und Karl Stix (Bgld.) zusammen, was, wie Häupl einleitend formulierte, "bereits zur Tradition geworden ist", immerhin sei
die Ostregion die zentrale Region Europas. Sie sei für die Entwicklung Österreichs und Europas von wesentlicher Bedeutung,
auf Bundesländerebene arbeiteten Wien und Niederösterreich zum Beispiel in der Energiepolitik fest zusammen, ebenso würden die Interessen des Burgenlandes mit einbezogen. Man setze sich mit den Problemen der Region "ernsthaft" auseinander. Dies gelte auch für die Bereiche Verkehr und Wirtschaft, denn ein Defizit im Verkehrsausbau schade dem kommerziellen Umfeld. Die
Verkehrslinien, gleich ob Straße, Schiene oder Schiffahrt sei für die Ostregion von essentieller Bedeutung.

Zum grundsätzlichen führte der Wiener Landeshauptmann aus:
"Nach dem ersten Zentralisierungsschub in der EU gilt es nun, die Regulierung auf eine vernünftige Ebene zurückzuschrauben, es kann nicht alles und jedes reguliert werden. Es soll ein neu zu definierendes Verhältnis zur EU geben, ein Europa der Regionen.
Wir haben auch darauf Bedacht zu nehmen, daß in der Ostregion rund die Hälfte aller Menschen in Österreich lebt." Häupl wies darauf hin, daß die Zusammenarbeit in der Raumordnungspolitik und bei Betriebsansiedlungen ebenso wie bei der Verkehrspolitik und der Energiepolitik zwischen den drei Bundesländern laufend vertieft werde.

Landeshauptmann Pröll betonte, "daß es nach Differenzen in der Energie- und Spitalspolitik nunmehr zu einer besonders guten Zusammenarbeit gekommen ist. Auch im Verkehrsbereich haben wir in der Ostregion wesentliche Schritte unternommen, nicht zuletzt um
die Standortqualität zu verbessern." Der niederösterreichische Landeshauptmann kündigte an, daß eine Machbarkeitsstudie für den Verkehrsverbund Ostregion erstellt werden solle, es gehe darum,
"von Gmünd bis Eisenstadt mit einem Fahrschein zu einem einheitlichen Tarif fahren zu können". Was den Verkehrsbereich generell betreffe, so sei der Ausbau der Schnellbahn S 7 in Niederösterreich fast fertig, bei der Badner Bahn gebe es Taktverkürzungen. Pröll forderte, den Autobahnring um Wien zu schließen, immerhin sei ein Straßenbaupaket in einer Größenordnung von 15 Milliarden Schilling geschnürt worden. Was die kommende Weltausstellung in Hannover betreffe, werde man geschlossen als "Vienna region" auftreten.

Landeshauptmann Stix hob hervor, "daß wir in der EU eine Entwicklung hin zur Stärkung der Regionen erleben. Die Ostregion wird eine neue Rolle spielen, denn im Kernbereich ist sie eine zentrale Region aus europäischer Sicht. Wenn wir als Landeshauptleute zusammenkommen, so sind das informelle Gespräche ohne lange Tagesordnung, es wird aber sehr viel angedacht." Der burgenländische Landeshauptmann forderte u.a. noch mehr Kundenfreundlichkeit beim Öffentlichen Personennahverkehr. Man
habe gewaltige Anstrengungen zu unternehmen, um die Qualität der Verkehrsmittel anzuheben, weil die Komfortanforderungen gestiegen seien. Die Zonentarifgestaltung sei eine der "ganz großen Hürden", die bewältigt werden müssen. Stix ging auch auf das, wie er sagte, "Streben der Menschen nach regionaler Identität" ein und man müsse beachten, daß das was die Menschen empfänden, nicht immer das sei, was die Verwaltung wolle. Es gelte auch die kulturelle Vielfalt zu erhalten, wie ja Österreich überhaupt eine lange föderalistische Tradition habe. (Schluß) pz/bs

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