AK Tumpel: Aktion Fairneß im Parlament weiterverhandeln

Wien (OTS) – "Ungleichbehandlung gehört abgeschafft. Die Aktion Fairneß muß umgesetzt werden, jetzt ist der Gesetzgeber am Zug." AK Präsident Tumpel beruft sich auf das Versprechen der Regierungskoalition, die Arbeiterrechte noch in dieser Legislaturperiode zu verbessern. Daher handle Sozialministerin
Lore Hostasch richtig, wenn sie über den Ministerrat das Vorhaben dem Parlament zuleite: "Ich erwarte, daß die Koalitionsregierung ihr Versprechen erfüllt und die Forderungen der Aktion Fairneß im Parlament weiterverhandelt." Enttäuscht ist Tumpel von der
Blockade der Wirtschaftskammer. Obwohl vorgesehen sei, daß die Maßnahmen für die Wirtschaft kostenneutral sein sollen, will sie die berechtigten Forderungen der Arbeiter zu "unsozialen Tauschgeschäften" nutzen und allen Arbeitnehmern den Urlaub kürzen oder zusätzliche Versicherungskosten aufbürden – dem könne die Arbeitnehmervertretung nicht zustimmen. ****

"Wenn zwei Arbeitnehmer im selben Betrieb an der selben
Grippewelle erkranken, so werden sie doch ungleich behandelt:
Angestellte bekommen sechs Wochen lang den Gehalt fortgezahlt, Arbeiter nur vier Wochen. Das ist unfair und ungerecht und gehört endlich abgeschafft." Eine Anhebung von Arbeiterrechten auf das Niveau der Angestellten sei den Arbeitern nun schon in zwei Regierungsabkommen versprochen worden und dürfe nicht erneut an
der Blockadepolitik der Wirtschaft scheitern.

Die Verhandlungen der Sozialpartner hätten immerhin zu einem Weg geführt, wie Verbesserungen für die Arbeiter so gestaltet werden können, daß sie die Wirtschaft nicht mehr belasten. Jetzt noch mehr zu fordern sei unseriös, kritisiert Tumpel Wirtschaftskammer-Präsident Maderthaner.

Eine Verkürzung des Urlaubs sei für die Arbeiterkammer kein Tauschobjekt. Die Arbeitnehmer klagten über zunehmenden Druck und Streß, der Urlaub sei ein wichtiger Ausgleich zur Erholung. Außerdem zeigen Untersuchungen, daß der Wirtschaftsstandort Österreich hervorragend dastehe, Produktivität steige, die Gewinne hervorragend seien. Daran wollen die Arbeitnehmer ihren Anteil haben, so Tumpel, "Kürzungen von Arbeitnehmerrechten kommen nicht in Frage".

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse Wolfgang Mitterlehner
Tel.: (01)501 65-2631

AK Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW