Prammer: Tschechien setzt mit AKW-Plänen EU-Beitritt aufs Spiel

Wien (OTS) - Mit großer Empörung reagiert Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer auf die Aussage des tschechischen Industrie- und Handelsministers Miroslav Gregr, der in einer Diskussionssendung erklärte, daß Tschechien in rund 12 Jahren über den Bau eines neuen Atomkraftwerkes nachdenken werde müssen. "Tschechien setzt mit solchen Aussagen seinen EU-Beitritt aufs Spiel", betont Prammer.

Es ist bedenklich, wie Tschechien mit seinen Nachbarstaaten umgeht. Mit dem Unglück von Tschernobyl und den Auswirkungen der Katastrophe in Österreich hat sich gezeigt, daß bei atomaren Unfällen auch die Nachbarstaaten schwerstens betroffen sind. Die Tschechische Regierung muß hier verantwortungsbewußt handeln und hat daher eine Verantwortung nicht nur gegenüber Ihrer eigenenBevölkerung, sondernauch gegenüber der Bevölkerung in ihren unmittelbaren Nachbarländern und darüberhinaus zu übernehmen", stellt Prammer fest.

Auch bei Temelin ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Beim gestern abgehaltenen "Anti-Atom-Gipfel" zwischen Vertretern der Bundesregierung, den Ländern und Umweltschutzorganisationen waren sich alle Teilnehmer über die weitere Vorgangsweise im Kampf gegen Temelin weitestgehend einig. Ein diesbezüglicher Aktionplan der österreichischen Bundesregierung wird noch im Juni beschlossen, betont Prammer abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

BM für FrauenAngelegenheiten
und Verbraucherschutz, Robert Wier
Tel.: 01/71172/4621

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MFR/OTS