Gehrers Zusagen an die GPA-SchülerInnen

GPA-SchülerInnen verhandeln mit Unterrichtsministerin Gehrer über weniger Arbeitszeitbelastung für SchülerInnen

Wien (ÖGB). Auf Verständnis und Unterstützung trafen die GPA-SchülerInnen bei ihrem Gespräch mit Unterrichtsministerin Gehrer am 9. Juni für ihre Aktion "Time Out" für weniger Arbeitsbelastung von Schülerinnen und Schülern.++++
Auf die Forderung nach einer 35-Unterrichtsstunden-Woche merkte Gehrer an, dass die Stundentafeln in den meisten Schultypen in den letzten Jahren gekürzt worden sind.
"Trotzdem ist es eine große Belastung, wenn allein die Unterrichtszeit in den HTL immer noch 39 Stunden beträgt, und das auch nur dann, wenn man keine vertiefenden Gegenstände belegt", entgegnet Ilse Holzinger, Vorsitzende der GPA-SchülerInnen. Sowohl Gehrer als auch Holzinger stellten fest, dass die Lehrpläne weiter entrümpelt werden müssen.
"Die Entrümpelung und die Aufteilung in Kernbereiche darf nicht
bei den Unterstufen Halt machen. Gerade in der Oberstufe muss der Lehrplan regelmäßig auf Aktualität überprüft werden. Wir regen daher eine laufende Evaluierung und die regelmäßige Überarbeitung der Lehrpläne alle drei Jahre an", so Holzinger.
Einig war man sich hingegen beim Thema Hausübungen. Gehrer stellte in Aussicht, den Forderung der GPA-SchülerInnen nach einem bundesweiten Hausübungserlass insoweit nachzukommen, dass zu
Beginn des nächsten Schuljahres ein Brief an die Landesschulräte zu diesem Thema ergehen soll. "Wir erwarten uns von diesem Brief konkrete Richtzahlen für die einzelnen Schulstufen, nicht bloß ein Aufmerksammachen auf die Problematik", unterstrich Holzinger. Übereinstimmend stellten Gehrer und Holzinger fest, dass das Feedback der Schülerinnen und Schüler an die Schule intensiviert werden soll. Gehrer kündigte eine Initiative zur Qualitätssicherung an, Holzinger schlug ein standardisiertes Feed-back-System vor.
ÖGB, 11. Juni 1999 Nr. 283

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