Gewerbeverein: Regierung geht mit Alterssicherung grob fahrlässig um!

Wien (OTS) - "Der Aufwand für die Alterssicherung bleibt für die künftige Entwicklung des Bundeshaushalts der zentrale Faktor", schreibt das WIFO in seinem Mai-Monatsbericht. WIFO-Chef Kramer verkündet ähnliches. Keine Sorge: Vor Jahrzehnten garantierte uns Präsidentschaftskandidat Dr. Kurt Steyrer via Plakat, daß er für unserer Pensionen geradesteht. Für seine persönliche tat er dies bereits ausreichendst.

Die gesetzlichen Pensionsregelungen werden in Österreich von Menschen gemacht, die allesamt Sonderregelungen für ihre eigene Altersvorsorge zugesichert haben: Politiker, Spitzenbeamte, Kämmerer, etc. Bei der sogenannten Steuerreform 2000 kommt dies wieder augenscheinlich zum Ausdruck.

Angesichts der explodierenden Bundeszuschüsse an die ASVG-Pensionen - in fünf Jahren werden es mehr als 100 Milliarden Schilling sein, sollte die Steuerreform eine verstärkte steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge vorsehen. Die Steuerreform begegnet diesem Faktum mit vollkommen untauglichen Mitteln.

Wer - ähnlich wie beim Bausparen - jährlich 13.760 Schilling für eine private Altersvorsorge einbezahlt, erhält eine staatliche Prämie von derzeit 4,5 %, das sind jährlich mickrige 619.- Schilling. Erschwerend kommt dazu, daß durch die Prämienzahlung eine Geltendmachung als Sonderausgaben wegfällt. Es gibt somit keine Sonderausgaben für Pensionszusatzversicherungen, prämienbegünstigte Investmentfonds oder freiwillige Höherversicherungen.

Es ist daher zu bezweifeln, ob damit die Mehrheit der Österreicher die so notwendige "dritte" Säule in der Pensionsversicherung schaffen wird. Dabei wäre durch Produkte der Versicherungswirtschaft die Möglichkeit gegeben, diese dritte Säule markant zu bilden.

Kurzfristig denkende Politiker und ihre wohlversorgten Spitzenbeamten haben dies vereitelt. Übrig bleibt eine Generation, die heute brav ihre Beiträge einzahlt und die in Jahren oder Jahrzehnten eine Altersvorsorge in Höhe - allenfalls - einer Basissicherung erhält. Unsere Politiker wollen keine mündigen Bürger - so der Österreichische Gewerbeverein. In Zeiten in denen von Arbeitsplatz über Wohnung bis zum Ferienheim alles die Partei organisierte, regierte man kommod. Die Steuerreform 2000 zeigt, daß die Parteien-Bevormundung in die letzte Bastio= n eingezogen ist: Wir sichern eure Pensionen - ohne uns seid ihr nichts!

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