Geballtes Info-Angebot der Wirtschaftskammer Salzburg zu allen Euro-Aspekten

Im Herbst startet nächste Welle der Euro-Information der WK

SALZBURG (HKS): Die Wirtschaftskammer Salzburg wird ihre schon bisher in großem Ausmaß geleistete Informationstätigkeit zur Euro-Umstellung im Herbst 1999 weiter intensivieren. Dies kündigte Vizepräsident Dipl.-Ing. Augustin Heuberger am Donnerstag, 10. 6., in einem gemeinsamen Pressegespräch mit den Staatssekretären Dr. Wolfgang Ruttenstorfer und Dr. Benita Ferrero-Waldner in Salzburg an. Anlaß war der ”Salzburg-Stopp” des ”Euro-Mobils” der Bundesregierung.

Der Euro-Beauftragte der WK Salzburg, Dkfm. Bernd Gaubinger, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung, plant für die nächste Info-Welle im Herbst ”Unternehmergespräche” zum Euro, in denen jeweils konkrete Probleme mit Experten und Betriebsinhabern, die bereits ”euro-fit” sind, besprochen werden können. Weil mit der Euro-Umstellung nicht nur der Firmenchef, sondern in der Regel auch die Mitarbeiter befaßt sind, wird es auch eigene Mitarbeiter-Seminare geben.

”Die Zeit der allgemeinen Euro-Information ist, zumindest in der Unternehmerschaft, vorüber”, stellt Vizepräsident Heuberger fest:
”Mehr als 94% der Betriebe haben sich bereits Gedanken über den Zeitpunkt ihrer Euro-Umstellung gemacht und haben deshalb konkrete Informationsbedürfnisse”, wie jüngst eine Fessel-GfK-Umfrage unter 45500 Unternehmen zum Euro ergab. Der Großteil (69,6%) der österreichischen Unternehmen - mehrheitlich Klein- und Mittelbetriebe - dürfte erst ab 2000 bis 2001 auf den
Euro umstellen, was durchaus sinnvoll sei, so Heuberger. Deren ”Euro-Betroffenheit” sei grundsätzlich anders als die eines Großkonzerns, der bereits heute mit dem Euro disponieren muß. Deshalb gehe es ab jetzt und in den nächsten Monaten bis 2000 und darüber hinaus darum, intensiv auf die jeweilige Problemlage des betroffenen Betriebes einzugehen und in den Betrieben Vorbereitungsarbeit zu leisten.

Euro-Mobil bei Salzburger Firmen

Heuberger begrüßte in diesem Zusammenhang die ”Euro-Initiative” der Bundesregierung bzw. die Tournee des ”Euro-Mobils” in Salzburg. Die Information für Konsumenten und Klein- und Mittelbetriebe vor Ort -in diesem Fall auch in Salzburger Unternehmen - soll zusätzliche Impulse auslösen, sich den Herausforderungen der Euro-Umstellung zu stellen. In Salzburg macht das Euro-Mobil bei den Firmen Mayer & Co Beschläge GmbH, Salzburg, Alpenstraße (10. Juni, 13.15 Uhr), Pinzgauer Molkerei in Maishofen (14. 6., 16.00 Uhr), Jung-Holz Export & HandelsgesmbH, Maishofen (15. 6.,14.00 Uhr) und bei der Salzburger Aluminium AG, Lend (16. 6., 16.00 Uhr) Halt. Die Euro-Experten der WK Salzburg sind Mitglieder des jeweiligen Info-Teams und informieren über die Euro-Umstellung bzw. stellen das bewährte Informationsmaterial der WK-Organisation zur Verfügung.

29. Juni Info-Seminar der WK Salzburg zum aktuellen Thema
Doppelte Preisauszeichnung

Aus aktuellem Anlaß werden sich die Euro-Experten der WK Salzburg schon in den nächsten Wochen mit einem zentralen Thema der Euro-Umstellung auseinandersetzen. Mit dem Beschluß des Gesetzes zur doppelten Preisauszeichnung, der demnächst im Parlament erfolgen soll, ist in den nächsten Wochen und Monaten wieder erneut mit verstärktem Interesse der Unternehmen in Sachen Euro zu rechnen. Dazu werden die Wirtschaftspolitische Abteilung und das EIC am 29. Juni 1999 im WIFI ein Intensiv-Seminar anbieten: ”Das Gesetz zur doppelten Preisauszeichnung und seine praktische Umsetzung im Unternehmen” wird alle Aspekte der doppelten Preisauszeichnung behandeln.

”Leider sind die Bemühungen der Wirtschaftskammer gescheitert, das aus unserer Sicht unnotwendige Gesetz, ein Unikum in der gesamten Währungsunion, zu verhindern. Der Wirtschaftskammer ist es jedoch gelungen, in wesentlichen Bereichen die Regelungen zu entschärfen”, betonte Heuberger. Zwar ist grundsätzlich ab 1. Oktober 2001 eine verpflichtende doppelte Preisauszeichnung der Waren und auf Rechnungen, Anboten und Kostenvoranschlägen vorgesehen. Für kleine Handelsbetriebe mit bis zu maximal neun Mitarbeitern (bzw. maximal fünf in Verkaufsstellen) wird es aber Erleichterungen geben. Sonderregelungen konnten auch für Branchen erreicht werden, die durch eine doppelte Preisauszeichnung besonders stark unter Druck kommen würden wie etwa Taxiunternehmen, der Buchhandel, Tankstellen und der Versandhandel.

WK Salzburg zieht positive Bilanz der Informationsarbeit

”Möglichst viele Betriebe sollen bestens vorbereitet werden, um die Chancen der Währungsumstellung nutzen zu können”, erläutert Heuberger das Ziel der weiteren Informationsarbeit der Wirtschaftskammer. Das Info-Angebot der Kammerorganisation wurde jedenfalls bereits intensiv in Anspruch genommen, wie eine Bilanz der Aktivitäten zeigt. An die 2500 Salzburger Unternehmer kamen allein im vergangenen Herbst -anläßlich eines Info-Schwerpunktes vor dem Start der Wirtschafts- und Währungsunion - zu rund 30 Euro-Veranstaltungen der WK Salzburg, 16 davon in den Bezirken. Österreichweit wurden über 450 Veranstaltungen von den Kammern organisiert. 51 spezifische Brancheninformationen gingen an über 300.000 Unternehmer. Darüber hinaus setzt die Kammerorganisation österreichweit 133 Euro-Beauftragte ein, die Hilfestellung bei der Währungsumstellung anbieten.

Euro Info Centre der WK Salzburg - 3000 Anfragen zu EU und Euro im Jahr

Als ”First Stop Shop” ganz im Sinne der EU-Kommission begreift sich auch das Euro Info Centre der WK Salzburg, das sich neben den Euro-Beauftragten auch als Anlaufstelle in Euro-Fragen längst bewährt hat. Das EIC ist in der Wirtschaftskammer im Bereich der Abteilung für Handelspolitik und Außenhandel angesiedelt und wird von Mag. Stefan Pfisterer geleitet. ”Als Erst-Informationsstelle wird dem Mitglied oder Anfrager nach Möglichkeit die Arbeit der Informationsbeschaffung abgenommen. Bei Kooperationsanfragen in- und ausländischer Unternehmen tritt das EIC als Informationsvermittler und Zuhilfenahme des europaweiten EIC-Netzwerkes auf”, beschreibt Vizepräsident Heuberger die Arbeitsweise des Salzburger EIC. Mit gut 3000 erfaßten Anfragen im EIC Salzburg kann sich das Ergebnis des Jahres 1998 durchaus sehen lassen. Dabei stand das Thema Euro mit knapp 44% ganz besonders im Vordergrund.

Das Euro Info Centre Salzburg hat mit dem EU-Beitritt Österreichs am 1. Jänner 1995 offiziell seinen Betrieb aufgenommen und ist eine Kooperation zwischen Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Techno-Z. Über 200 Euro Info Centres vereinigt das EIC-Netzwerk der Generaldirektion XXIII der Europäischen Kommission. Die GD XXIII vertritt vor allem die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen, die immerhin mehr als 99% der 17,9 Millionen Unternehmen in der EU darstellen und 66% aller Erwerbstätigen in der Privatwirtschaft beschäftigen. In Österreich gibt es acht EIC.

Das EIC Salzburg bietet neben allgemeiner Europa-Information insbesondere Zugriff auf EU-Rechtsakte (Richtlinien, Verordnungen, Entscheidungen, Urteile etc.), Rechtsberatung bei Geschäften im Binnenmarkt, Erstberatung zum Thema EU-Förderprogramme sowie Informationen zur Europäischen Währungsunion und zum Euro.

Unter der Adresse http://www.sbg.wk.or.at/euro/eic.html sind Informationen des EIC Salzburg auch im Internet abrufbar.

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