GLOBAL 2000 und Greenpeace: Teilerfolg bei Anti-Atomgipfel

Prinzipielle Einigung bei Temelin Bohunice-Frage bleibt offen

Wien (OTS) - Die Umweltorganisationen Greenpeace und GLOBAL 2000 bezeichneten in einer ersten Reaktion das Ergebnis des heutigen Anti-Atom-Gipfels als Teilerfolg. Zwar habe es in einigen Punkten eine Annäherung gegeben, enttäuschend sei aber, daß es keine konkrete Einigung gab, die unmittelbar zu einem Regierungsbeschluß führen kann. "In bezug auf die Forderung wonach eine Inbetriebnahme Temelins mit einem tschechischen EU-Beitritt unvereinbar ist, hat es eine prinzipielle Einigung gegeben," so Lothar Lockl (GLOBAL) und Alexander Egit (Greenpeace). "Die Bohunice-Frage ist offen geblieben. Und die Bundesregierung hat heute nicht zugesichert, daß sie die Aufnahme der Slowakei in die erste Beitrittsrunde blockieren würde, wenn Bohunice über das Jahr 2000 in Betrieb bleibt." Auch bezüglich der anderen Hochrisikoreaktoren Kosloduj (Bulgarien) und Ignalina (Litauen) kam es zu keiner Einigung zwischen den Umweltorganisationen und der Bundesregierung.

Bundeskanzler Klima sicherte persönlich zu, daß nun die offenen Punkte Gegenstand eines weiteren Anti-Atom-Gipfels unter seinem Vorsitz gemeinsam mit Greenpeace und GLOBAL 2000 sein werden. Das Ergebnis dieses Gipfels soll noch vor Ende Juni zu einem Regierungsbeschluß führen. Für GLOBAL 2000 und Greenpeace sind massive Differenzen innerhalb der Bundesregierung verantwortlich dafür, daß in der Frage der Hochrisikoreaktoren keine Einigung erzielt werden konnte.

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