Weninger: Lohndumping als Folge von Privatisierungen

Politik zieht sich immer mehr zurück

Wien (GdG/ÖGB). "Die Folge von Privatisierungen und Auslagerungen im öffentlichen Dienst sind oft Lohndumping, Einkommensverluste und letztendlich auch Arbeitsplatzverlust", kritisierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Günter Weninger, heute, Donnerstag, in einer Pressekonferenz zum Abschluss des GdG-Gewerkschaftstages.
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Die Leistungen des öffentlichen Dienstes seien auch Transferleistungen für die sozial Schwachen, stellte der wieder gewählte GdG-Vorsitzende fest. Die GdG wehre sich daher auch gegen die Privatisierungen und Auslagerungen. Dazu würde es oft auch zu empfindlichen Tariferhöhungen oder Leistungseinschränkungen kommen. Weninger: "Privatisierungen und Auslagerungen führen aber auch zu Lohndumping, Einkommensverlusten und letztendlich auch zu Arbeitsplatzverlusten. Die Privatunternehmer können nur deshalb günstiger anbieten, da sie geringere Löhne zahlen, Sozialleistungen streichen und mit vielen geringfügig Beschäftigen, manchmal sogar mit illegal Beschäftigten arbeiten".

Weninger kritisierte, dass sich die Politik immer öfter durch die Auslagerungen und Privatisierungen zurückziehe. Allerdings sei bereits wieder ein Umdenken zu orten. Weninger: "Wir hören aber noch immer, dass gegen den Mechanismus der Wirtschaft nicht anzukämpfen sei. Ich fordere daher mehr Mut von den Politikern." Der GdG-Vorsitzende verlangte die Angleichung des Arbeitnehmerschutzes im öffentlichen Dienst an jenen in der Privatwirtschaft sowie die Ergänzung des staatlichen Sozialversicherungssystems durch eine betriebliche Vorsorge." Weiters will er, dass im öffentlichen Dienst noch mehr Lehrlinge ausgebildet werden, auch wenn dies von der Privatwirtschaft immer wieder kritisiert werde. (ff)

ÖGB, 10. Juni 1999 Nr. 279

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