Krammer: Soziale Absicherung Pflegender bleibt zentrales Anliegen der Volksanwaltschaft

Wien (OTS) - Auf ihre Forderung, Familienmitglieder, die pflegebedürftige Angehörige betreuen, bei gemeinnützigen Institutionen sozialversicherungspflichtig anzustellen, will Volksanwältin Dr. Christa Krammer jetzt weitere konkrete Schritte folgen lassen. Zur Lösung der noch offenen Fragen wie etwa der Finanzierbarkeit und Ausbildung der Pflegenden wird Dr. Krammer
als erste Maßnahme den Dialog mit Sozialministerin Lore Hostasch suchen. Es gelte, so Dr. Krammer, die mögliche Rollenverteilung zwischen Bund und Länder konkret abzuklären. "Ich habe auch vor, die jeweiligen Landtage mit der Frage der Absicherung pflegender Angehöriger zu konfrontieren und werde meinen Lösungsvorschlag daher auch in den Länderberichten der Volksanwaltschaft nochmals aufs Tapet bringen, erklärt die Volksanwältin. ****

Die Volksanwaltschaft setzt sich seit dem Vorjahr für dieses Lösungsmodell ein und hat in diesem Zusammenhang bereits mit der niederösterreichischen Landesrätin Traude Votruba sowie der Verbindungsstelle der Bundesländer beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Kontakt aufgenommen. Das Gehalt von Familienmitgliedern, die Angehörige pflegen, soll nach den Vorstellungen der Volksanwältin aus dem Pflegegeld, aus
Mitteln des Arbeitsmarktservice und aus dem Sozialbudget der Bundesländer finanziert werden.

"Mein Modell zielt keinesfalls auf die Zementierung eines bestimmten Frauenbildes ab und will natürlich niemanden in die Rolle eines 'dienenden Hausmütterchens' drängen", entkräftet Dr. Krammer zuletzt erhobene Kritik an ihrem Modell. Schließlich seien 80 % aller pflegenden Angehörigen Frauen, die über eine unzureichende sozialversicherungsrechtliche Absicherung verfügen. "Dieser Realität muss jetzt politisch entsprochen und diese unentbehrliche Personengruppe ins soziale Netz eingebaut werden", stellt die Volksanwältin fest.

Von einem "Wahlkampfgag" könne schon deshalb nicht die Rede sein, weil sich die Volksanwaltschaft bekanntlich bereits 1998 für dieses Modell der Absicherung Pflegender ausgesprochen hat, stellt Dr. Krammer klar.

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