14. Gewerkschaftstag der österreichischen Gemeindebediensteten

Arbeit schaffen für ein soziales Europa

Wien, (OTS) Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten hielt
in den letzten vier Tagen unter dem Motto "Arbeit schaffen für ein soziales Europa" ihren 14. gesamtösterreichischen Gewerkschaftstag ab. Vorsitzender Günter Weninger und sein Stellvertreter Rudolf Hundstorfer zogen dazu am Donnerstag Bilanz. Wichtigste Themen
waren die Auseinandersetzung der Gemeindebediensteten mit Auslagerungs- und Privatisierungsbestrebungen - und bereits erkennbare rückläufige Tendenzen -, das Abwägen zwischen Arbeitszeit und Einkommensfortschritten, die Forderung an die DienstgeberInnen nach Erkennung ihrer Verantwortung für den Arbeitsmarkt und die Gesamtsicht der notwendigen Aufwendungen
sowie Modelle der zusätzlichen Altersvorsorge über Pensionskassen und Betriebspensionenen.

Gegen Lohndumping, für solidarische Lohnpolitik

Gewerkschaftsvorsitzender Günter Weninger wandte sich gegen Lohndumping und forderte die Gebietskörperschaften als
Arbeitgerber auf, zu realisieren, daß billigere Leistungen
privater Anbieter nur über starken Lohndruck zustande kommen.
Damit entstünden soziale Probleme, die auf anderen Wegen durch die öffentliche Hand kompensiert werden müßten. Privatisierung bedeute Hochkatapultieren von Managergehältern und Druck auf die kleinsten Einkommen. Die Gewerkschaft bekenne sich zur solidarischen Lohnpolitik und zum Eintreten für jene, die geringe Chancen auf
dem Arbeitsmarkt haben.

Auslagerung: Wenig Geld - wenig Leistung

Vorsitzender-Stellvertreter Rudolf Hundstorfer zeigte, daß
bei Auslagerungen billiger Preis oft durch schlechte Qualität erkauft werde. Weil es deshalb in einem Wiener Amtshaus zu permanenten Problemen kam, fand eine neue Ausschreibung statt, an der sich auch das städtische Reinigungspersonal beteiligte. Das Ergebnis: Seit kurzem halten wieder städtische Bedienstete die Amtsräume sauber. Fairer Vergleich von Preis und Leistung sei also bei der Entscheidung über Outsourcing notwendig.

Arbeitszeit und Einkommen gemeinsam betrachten

Auch im öffentlichen Dienst gebe es längst nicht mehr nur die Normalarbeitszeit, sondern auch verschiedene andere Formen der Arbeitszeit. Die Gewerkschaft wolle bei der Arbeitszeitgestaltung mitreden und halte es für wichtig, Arbeitszeitentwicklung bzw. Verbesserungen sozialer Leistungen und Einkommensfortschritte als Einheit zu betrachten, sagte Günter Weninger.

Bei der Altersversorgung habe sich, so Weninger, in vielen privaten Betrieben bereits Pensionskassen und betriebliche Zusatzvorsorge etabliert. Im Gemeindedienst, wo meist nur ein geringer Teil der Bediensteten pragmatisiert ist (Wien bildet
dabei eine Ausnahme), müßten entsprechende Vorsorgemodelle auch für die Vertragsbediensteten eingeführt werden. (Schluß) and/bs

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