ARBÖ: Die österreichische Praxis der Altautorücknahme beibehalten

Wien (ARBÖ) - Die freiwillige Vereinbarung des Fahrzeughandels, jedes angebotene Altfahrzeug zurückzunehmen und fachgerecht zu entsorgen, hat sich bewährt. Der ARBÖ fordert, daß dies beibehalten wird.

ARBÖ-Cheftechniker Dipl.Ing. Diether Wlaka: "Derzeit nimmt der Fahrzeughandel jedes angebotene Altfahrzeug zurück. Die weitere Entsorgung erfolgt über sechs Shredderbetriebe, die flächendeckend agieren." Die freiwillige Übernahme durch alle Autohändler führt zu einer hohen Dichte an Rückgabestellen. "Einzelne Gemeinden
haben auch Sondermüll-Sammelstellen eingerichtet, bei denen die Fahrzeuge kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr abgestellt werden können", ergänzt der ARBÖ-Cheftechniker den kommunalen Aspekt.

Die Europäische Union diskutiert nun einen Verwertungsbeitrag, der beim Kauf eines Neufahrzeuges zu bezahlen ist. Mit diesen Geldern soll dann die Verschrottung der Fahrzeuge finanziert
werden. Dipl.-Ing. Diether Wlaka: "Der ARBÖ bezweifelt, daß das ein sehr effizienter Weg ist. Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit verstärken unsere Bedenken."

Weiters plant die EU auch einen Verwertungsnachweis beim
Abmelden eines Kraftfahrzeuges. Nach Ansicht von ARBÖ, aller Interessensvertretungen und des Verkehrsministeriums wäre damit allzuviel Bürokratie verbunden. "Außerdem wäre das System durch fiktive Kaufverträge leicht zu umgehen", warnt Dipl.-Ing.Wlaka.

Die österreichischen Sozialpartner lehnen die Entwürfe der EU-Kommission in der derzeitigen Form ab. Speziell die Bundesarbeitskammer wird sich massiv für die Interessen der heimischen Autofahrer einsetzen und ein neues Monopolsystem zu verhindern versuchen. Daher plädiert der ARBÖ für die Beibehaltung des bewährten und unbürokratischen Systems der freiwilligen Rücknahme durch den Fahrzeughandel. Österreich sollte daher alles unternehmen, daß das heimische Modell als EU-konform angesehen werden kann.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 89121-244
e-mail: presse@arboe.at

ARBÖ Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR