Schmidleithners Abschied von den ÖGB-Frauen

Brot und Rosen für Irmi

Wien (ÖGB). Der Vormittag des letzten ÖGB-Frauenkonferenztages unter dem Motto "Frauenkompetenz statt Männerwirtschaft" wurde durch zahlreiche Verabschiedungen von ÖGB-Funktionärinnen geprägt. Im Mittelpunkt stand jedoch der Abschied Irmgard Schmidleithners
als ÖGB-Frauenvorsitzende.

Drei Schwerpunkte waren und sind für Schmidleithner charakteristisch, so die gestern gewählte neue ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits bei der Verabschiedung ihrer Vorgängerin. Irmgard Schmidleithner setzte sich in ihrem politischen und persönlichen Engagement immer für die Schwächsten ein. Mit Temperament und Hartnäckigkeit schaffte sie es, Anliegen "Unterprivilegierter" zum Thema zu machen. So konnte sie beispielsweise im Bereich der sozialrechtlichen Absicherung für geringfügig Beschäftigte einen wesentlichen Erfolg verzeichnen.

"Aber auch", so Csörgits, "hatte Schmidleithner die Gabe, Themen zum richtigen Zeitpunkt zu diskutieren und medialisieren". So
konnte durch Informationen über die Bildungskarenz vielen Frauen geholfen werden. Sehr dynamisch und bestimmt setzte sich Schmidleithner auch gegen die Diskriminierung von Ausländern ein.

Csörgits abschliessend: "Irmgard Schmidleithner war eine hervorragende Politikerin, ist eine grossartige Gewerkschafterin
und eine starke Frau, die auch - und das wird in der Politik immer seltener - Emotionen zeigen kann". Zum Abschied überreichten die ÖGB-Frauen der ÖGB-Vizepräsidentin als symbolische Geste "Brot und Rosen" als Ausdruck dafür, dass Frauen mehr als nur das Notwendigste verdienen. (bfm)

ÖGB, 10. Juni 1999 Nr. 275

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