ARBÖ: Nicht jeder mag Techno-Musik

Wenn das Radio lauter als der Motor ist

Wien (ARBÖ) - Nicht jeder mag laut aus einem Auto dröhnende
Musik. Was der betreffende Autolenker vielleicht als cool
empfindet, stört einerseits Anrainer und ist andererseits auch ein Sicherheitsproblem, da damit Warnsignale anderer
Verkehrsteilnehmer nicht mehr gehört werden. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen informieren über die Rechtslage.

Besonders in der Nacht kann ein zu lautes Autoradio oder zu
laute Musik aus einer besonders leistungsstarken Hifi-Anlage eines Autos als ungebührliche Erregung störenden Lärms betrachtet werden. ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "Egal, ob Techno, Rock, Pop oder Klassik - was den einen vielleicht beim Autofahren beschwingt und freut, kann von den Mitmenschen als Ärgernis empfunden werden. Vor allem Cabrio-Lenker sollten achtgeben, daß die Musik keine anderen Verkehrsteilnehmer oder Anrainer stört."

Nach einem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes müssen Autofahrer sogar in bestimmten Situationen ihr Radio entweder ganz abdrehen oder die Lautstärke auf ein Minimum reduzieren. "Denn ein Autoradio darf nur mit einer solchen Lautstärke betrieben werden, daß dadurch die Aufmerksamkeit des Lenkers gegenüber dem Verkehrsgeschehen nicht beeinträchtigt wird", zitiert die ARBÖ-Verkehrsjuristin den Gesetzestext. Seiner Sorgfaltspflicht kommt somit nur nach, wer etwaige Warnsignale anderer Verkehrsteilnehmer eindeutig wahrnehmen kann. Auch beim Einparken oder Ausparken darf das Autoradio nicht ablenken. Mag. Göppert: "Die Ausrede, ich habe das Anstoßgeräusch an die Stoßstange des Hintermannes nicht gehört, gilt nicht."

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