FERRERO-WALDNER sieht Vorteile im niedrigen Euro Kurs

Erwartung das Sommertourismus und Exporte davon profitieren

(Wien - OTS) Anläßlich des Starts der Euro-Aktionswochen in Salzburg sagte Staatssekretärin Benita FERRERO-WALDNER heute im Rahmen einer Pressekonferenz, daß der gegenwärtige Kursverfall des Euro gegenüber dem Dollar "kein Grund zur Sorge sein sollte". Nach Ansicht der Staatssekretärin kann Österreich derzeit mit dem niedrigeren Euro-Kurs sogar sehr gut leben.

Die Staatssekretärin vertritt die Auffassung, daß ein etwas niedrigerer Euro unserer Wirtschaft derzeit nur guttun kann, weil
er die Exporte erleichtert und Österreich für ausländische Touristen attraktiver macht. "Auf den Sommertourismus kann sich
das nur positiv auswirken", so FERRERO-WALDNER. Auch werden unsere Exporte durch die Euro-Abwertung angekurbelt. "Mir ist schon bewußt, daß eine Abwertung normalerweise zu Preissteigerungen führt. In Österreich und in ganz Europa herrscht derzeit aber praktisch Preisstabilität: Die durchschnittliche Inflationsrate
der Euro-Länder liegt unter zwei, die Österreichs bei einem Prozent. Ein geringfügiger Anstieg der Inflationsrate von ihrem derzeitigen historischen Tiefststand wäre meiner Ansicht nach
daher kein Problem", so die Staatssekretärin. Auch als Konsument spürt man bisher kaum etwas vom Schwächeanfall des Euro. "Konsumgüter aus Übersee (z.B. den USA) werden in Österreich nicht besonders häufig verkauft", so FERRERO-WALDNER.

Nach Ansicht der Staatssekretärin bestehe also kein Grund,
Angst zu haben, daß das Geld im Geldbörsel, auf der Bank oder im Sparstrumpf an Wert verlieren könnte. Sie habe zwar Verständnis dafür, daß die Österreicher ein mulmiges Gefühl haben, wenn sie hören, daß der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verliert. Aber dieses Gefühl hängt ihrer Ansicht nach mit einem Mythos zusammen. "Viele Österreicher glauben, unser Wohlstand hängt vom Geld und vom Wechselkurs ab. Sie glauben, nur eine Währung, die stetig an Wert gewinnt, sei eine gute Währung. Dieser Glaube hat aber
absolut nichts mit der Realität zu tun. Worauf es ankomme, ist einzig und allein der Wert des Geldes im Inland, also die Stabilität der Preise, sprich: eine niedrige Inflationsrate", so die Staatssekretärin.

Das eigentlich Revolutionäre an der Einführung des Euro liegt für FERRERO-WALDNER darin, daß wir uns jetzt - so wie die Amerikaner - wenig Sorgen um den Außenwert des Euro machen müssen. Denn nur 13 Prozent Bruttoinlandsprodukts der Euro-Länder werden
in Nicht-Euro-Länder exportiert. Österreich wickelt seine Exporte und Importe zu rund sechzig Prozent mit Euro-Ländern ab, weitere
15 Prozent mit osteuropäischen Staaten, die ihre Währungen überwiegend an den Euro gekoppelt haben. Nur rund 25 Prozent der Exporte gehen in Nicht-Euro-Länder.

Somit hat die Auf- oder Abwertung des Euro viel weniger Auswirkungen auf Österreichs Wirtschaft, als in früheren Zeiten eine Wechselkursänderung des Schilling mit sich gebracht hätte. "Österreich kann also heute den Wechselkurs des Euro viel gelassener betrachten als den des Schilling in der Zeit vor dem Euro", so FERRERO-WALDNER (Schluß).

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