AK: Eltern wollen Aufstieg mit Fünfer – und mehr Ferienbetreuung für Schulkinder!

AK Elternbefragung zum Schulschluß

Wien (OTS) – Leichteres Aufsteigen für Schüler mit nur einem Nichtgenügend im Jahreszeugnis: Das fordern zum Schulschluß zwei Drittel der berufstätigen Eltern, ergibt eine IFES-Umfrage im Auftrag der AK. Wenn Schüler in 12 von 13 Fächern positiv sind, sollen sie automatisch aufsteigen können oder die Eltern gemeinsam mit den Kindern über den Aufstieg entscheiden, sagt die Mehrheit der Eltern. Darüberhinaus verlangen drei Viertel der ArbeitnehmerInnen mit Kindern, daß Schüler bis 14 am Samstag keine Schule mehr haben. Mehr als die Hälfte will mehr Betreuungsmöglichkeiten für Schulkinder in den Ferien. Die AK unterstützt diese Forderungen. *****

Noch entscheidet die Lehrerkonferenz, ob Schüler mit nur einem Nichtgenügend im Zeugnis in die nächsthöhere Klasse aufsteigen dürfen. Für nicht wenige Kinder, die in 12 von 13 Fächern positiv sind, bedeutet das: Sie müssen in den Ferien auf den Nachzipf lernen, im Extremfall eine Klasse wiederholen. Hier möchten zwei Drittel der berufstätigen Eltern eine Neuregelung: Mehr als ein Drittel aller Befragten (37 Prozent für die Unterstufe, 35 Prozent für die Oberstufe) fordert automatisches Aufsteigen mit einem Nichtgenügend – und in der nächsten Klasse dann Förderunterricht im jeweiligen Fach. Noch einmal rund ein Viertel (Unterstufe: 27 Prozent; Oberstufe: 24 Prozent) möchte gemeinsam mit den Kindern entscheiden, ob sie aufsteigen oder das Schuljahr freiwillig wiederholen.

Gleichzeitig wollen die berufstätigen Eltern mehr gemeinsame Zeit mit ihren Kindern: Drei Viertel (75 Prozent) wollen, daß Schüler bis 14 am Samstag schulfrei haben, und fordern die Fünftagewoche
in den Schulen. Die maximal 4 Unterrichtsstunden am Samstag sollen auf die restliche Woche verteilt werden. Auf die Frage nach neuen Ferienregelungen sind die Eltern unentschieden: Jeweils die Hälfte will bei 9 Wochen Sommerferien bleiben – oder nur noch 8 Ferienwochen im Sommer und dafür mehr freie Tage während des Schuljahrs. Ein gemeinsames Problem haben berufstätige Eltern mit Schulkindern: Wer schaut auf die Kinder, wenn sie frei haben? Mehr als die Hälfte (53 Prozent) fordert den Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Schulkinder in den Sommerferien.

Die AK unterstützt die Forderungen der Eltern. Die Schule soll fördern statt auslesen und die Wünsche nach mehr Kinderbetreuung in den Sommerferien berücksichtigen:

+ Schüler mit nur einem Nichtgenügend im Zeugnis sollen automatisch aufsteigen können – gleichzeitig sollen die Schulen für die Eltern kostenlos Förderkurse anbieten, soll es Schüler-helfen-Schülern-Angebote geben, soll es weiterhin die Möglichkeit geben, ein Jahr freiwillig zu wiederholen.

+ Für Schüler bis 14 soll generell die Fünftagewoche eingeführt werden.

+ Es soll mehr Betreuungsangebote für Schulkinder in den Ferien geben – an Schulen mit geeigneten Freizeiteinrichtungen (z.B. Ganztagsvolksschulen) könnten angehende Lehrer Schüler in den Ferien betreuen.

HINWEIS: Ein ausführlicher Bericht über die Elternbefragung zum Schulschluß erscheint diese Woche im Juni-Heft von AK FÜR SIE, Mitgliederzeitschrift der AK Wien. Bestelltelefon: 501 65 2530

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