AK Tumpel: Optimismus der Arbeitnehmer darf nicht enttäuscht werden

Wien (OTS) – Die Arbeitnehmer spüren die Wende am Arbeitsmarkt, und sie schätzen die wirtschaftliche Entwicklung optimistisch ein: Darauf sei die gestiegene Zufriedenheit der Arbeitnehmer, wie sie der Arbeitsklima-Index abbildet, laut AK Präsident Herbert Tumpel zurückzuführen. Dieser Optimismus der Arbeitnehmer dürfe nicht enttäuscht werden, daher verlange er "volle Konzentration auf die Beschäftigungspolitik". Der Index zeige auch, daß besonders für drei Gruppen mehr getan werden müsse. Für die berufstätigen Eltern kleiner Kinder brauche es "familienfreundliche Arbeitsplätze", die geringere Zufriedenheit der Arbeiter zeige, wie dringend die Umsetzung der Aktion Fairneß sei und für die älteren Beschäftigten hoffe er, daß die Umsetzung des Paktes für Ältere spürbare Verbesserungen bringe. ****

"Die Arbeitnehmer sind zufrieden wie noch nie, seit wir das Arbeitsklima erheben": Das präsentierte AK Präsident Herbert Tumpel heute Mittwoch auf einer Pressekonferenz der AK Oberösterreich als Hauptergebnis des seit zwei Jahren erhobenen Arbeitsklima-Index. Die Umfrage (1.800 Befragte) führt dies auf optimistische Erwartungen der Arbeitnehmer in die Wirtschaftsentwicklung und auf die Anzeichen einer Erholung des Arbeitsmarktes zurück. Dieser Optimismus dürfe nicht enttäuscht werden, sagte Tumpel, "Arbeit schaffen, Arbeit schützen muß absolute Priorität haben."

Tumpel wiederholte neuerlich seine Forderungen an die EU-Kandidaten, sich für Beschäftigungspolitik auf europäischer Ebene einzusetzen. Die AK Forderungen seien ein Beschäftigungspakt mit konkreten Vorgaben ("Helsinki-Kriterien, wie es für die Wirtschaftsunion die Maastricht-Kriterien gibt"), lange Übergangsregelungen bei einer Osterweiterung, eine starke und
faire Handelspolitik der EU, beschleunigte Investitionen in die Infrastruktur, besonders in den Bahnausbau, und das Schließen europäischer Steuerschlupflöcher für Konzerne. Der AK Präsident forderte die Arbeitnehmer auf, an der EU-Wahl teilzunehmen und
ihre Entscheidung danach zu treffen, wer sich in der EU wie für
die Beschäftigungspolitik stark mache.

Familienfreundliche Arbeitsplätze
Der Arbeitsklimaindex zeige aber auch, daß in einigen Bereichen dringend Maßnahmen nötig seien, so Tumpel:
+ Frauen seien zwar generell zufriedener als Männer, aber in einem Punkt nicht: Mit ihren Chancen und der Lage am Arbeitsmarkt seien sie unzufriedener. Für die Eltern kleiner Kinder verlangt Tumpel daher "familienfreundlichere Arbeitsplätze".
+ Die Zufriedenheit der Arbeiter sei zwar ebenfalls gestiegen,
aber nach wie vor auf niedrigerem Niveau. Das zeige, daß die
Aktion Fairneß umgesetzt werden muß.

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