GBH: Solidarisch mit der Berufsgruppe der Maler & Lackierer

Wohnbauförderung darf nicht gekürzt werden

Wien (GBH/ÖGB). Die Mitglieder des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) sprachen heute den ArbeitnehmerInnen
im Maler-, Lackierer- und Schilderherstellergewerbe im Namen der anderen Branchen in der Bau- und Holzwirtschaft die volle Unterstützung aus. Seit 1. Mai 1999 besteht für diesen Kollektivvertragsbereich bei den Löhnen ein vertragsloser Zustand. Zwar ist es nach etlichen Versuchen gelungen, einen KV-Verhandlungstermin für den 17. Juni 1999 zu vereinbaren, dennoch kann in der derzeitigen Situation noch immer nicht ausgeschlossen werden, dass weitere österreichweite Protestveranstaltungen und öffentlichkeitswirksame Massnahmen notwendig sein werden, um eine Einkommensverbesserung durchzusetzen. Der GBH-Bundesvorstand appelliert an die Bundesinnung der Maler, Lackierer und Schilderhersteller, "im Interesse des sozialen Friedens die legitimen Anliegen der rund 20.000 ArbeitnehmerInnen dieser Berufsgruppe nach kollektivvertraglicher Einkommensverbesserung zu respektieren und zu einem raschen bundesweiten Vertragsabschluss
zu kommen."++++

Finger weg von der Wohnbauförderung

Jede Spekulation über Änderungen bzw. Kürzungen der Wohnbauförderungsmittel werden vom Bundesvorstand der GBH mit Nachdruck abgelehnt. Es besteht nach wie vor ein großer Bedarf in Österreich an erschwinglichem Wohnraum. Der GBH-Bundesvorstand warnt davor, "dass jeder Eingriff im Bereich der Wohnbauförderung zu Arbeitsplatzverlusten in der Bauwirtschaft führen würde. Daher besteht kein Verständnis dafür, dass politische Entscheidungsträger sich auf Kosten von Bauarbeitern profilieren wollen. Die Zweckbindung der Wohnbauförderungsmittel muss daher
dem Grunde nach unangetastet bleiben." Um ein Anhäufen der Finanzmittel für Wohnbauförderung in den Bundesländern zu vermeiden, sind die Wohnbauförderungsmittel sozialer und treffsicherer zu gestalten und Umschichtungen von Wohnbauförderungsmitteln in Richtung der Altstadterhaltung und thermische Sanierung vorzunehmen.
Auch die Mittel aus den Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträgen für die Wohnhaussanierung, Adaptierung sowie thermische Sanierung dürfen keinesfalls gekürzt werden. Denn jede Veränderung nach unten würde nicht nur die Situation am Wohnungsmarkt, sondern auch den Arbeitsmarkt in der Bauwirtschaft negativ belasten.
Der Neubau von Wohnungen und die Althaussanierung dürfen keinesfalls gegen einander ausgespielt werden; nur durch Nutzung beider Möglichkeiten wird es gelingen den Wohnungs- und Sanierungsbedarf abzudecken und den hohen Multiplikatorwert in der Beschäftigung zu nützen. (Bac-)

ÖGB, 9. Juni 1999 Nr. 267

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