Schlögl und Häupl: Wiener Kriminalstatistik rückläufig

Wien, (OTS) Im Pressegespräch des Bürgermeisters präsentierten Dienstag Innenminister Mag. Karl Schlögl, Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Stadträtin Mag. Renate Brauner und Wiens Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl die polizeiliche Kriminalstatistik 1998.

Er sei stolz gewesen, vor wenigen Tagen eine österreichweit rückläufige Statistik präsentiert zu haben, stellte Min. Schlögl einleitend fest. Für Wien sei sein Stolz noch bedeutend größer ausgeprägt, denn die Entwicklung der Straftaten sei auf einen historischen Tiefpunkt angelangt. Die Gesamtsumme aller
gerichtlich strafbaren Handlungen sei in Wien von 158.947 im Jahre 1997 auf 153.572 im Vorjahr zurückgegangen. Dies bedeute einen Rückgang von 3,4 Prozent. Bei Verbrechen habe sich die Zahl sogar um 4,4 Prozent verringert. Schlögl sprach von einer beispiellosen Entwicklung, die in keiner vergleichbaren Großstadt zu
registrieren sei. Auch die Aufklärungsquote sei von 40,1 Prozent
im Jahre 1997 auf 41,7 Prozent im Jahr 1998 gestiegen. Wie Schlögl weiter ausführte, befinde er sich derzeit in erfolgversprechenden Verhandlungen, bezüglich zusätzlicher Planstellen für die Exekutive. Abschließend betonte er, daß
eine sichere Stadt auch für den Fremdenverkehr wichtig sei.

Polizeipräsident Dr. Stiedl verwies darauf, daß in der Kriminalstatistik auch mehr als 8.000 Fahrlässigkeitsdelikte enthalten sind, bei der Zahl angeführter Morde auch Mordversuche enthalten seien. Daher sei die Statistik besser, als es die Zahlen besagen.

Bürgermeister Dr. Häupl zeigte sich zufrieden mit dem Bericht und sage "Danke" an die Polizei. Neben dem Gefühl, daß die Bevölkerung keine Angst zu haben brauche, bedeute Sicherheit auch einen gewichtigen Standortvorteil. Häupl berichtete von einem Gespräch mit der amerikanischen Botschafterin in Wien, die sich verwundert geäußert hatte, daß es in Wien möglich sei, Kinder ohne Leibgarde mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren zu lassen. Natürlich, so Häupl, könne auch in Wien immer etwas passieren, aber man brauche sich nicht zu fürchten. Wenn die Polizei irgend etwas brauche, dann stünden die Türen des Rathauses immer offen.****

Stadträtin Brauner erinnerte an eine Umfrage, nach der 70 Prozent der befragten Frauen Wien für sicherer als vergleichbare Städte halten. Sie verwies auf die Aktion "Kampf gegen Gewalt",
die in engster Kooperation mit der Polizei geschehe. Bei Vergewaltigungen sei die Zahl zwar hoch, dies bedeute aber auch, daß Frauen mehr Mut hätten, Täter anzuzeigen und bereit wären, aus der Tabu-Ecke herauszutreten. (Schluß) ull/bs

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