Zum Gedenken an ihren Wiederbegründer:

Die Wiener Sängerknaben in Mailberg

St.Pölten (NLK) - Daß die weltberühmten Wiener Sängerknaben im Vorjahr ihr 500jähriges Bestehen feiern konnten, verdanken sie nicht zuletzt einem Priester aus Mailberg im Bezirk Hollabrunn: Monsignore Joseph Schnitt hat nach dem Ersten Weltkrieg unter Einsatz seines eigenen Vermögens den Chor gerettet und wiederbegründet. Vor seinem Geburtshaus in Mailberg wurde nunmehr eine Stele errichtet. Am Samstag, 12. Juni, um 16 Uhr laden Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und die Wiener Sängerknaben zu einer Schnitt-Gedenkfeier ein. Danach wird in der Pfarrkirche Mailberg ein Gottesdienst zelebriert, musikalisch gestaltet von den Sängerknaben und dem Chorus Viennensis.

Josef Schnitt wurde am 7. Dezember 1885 als Sohn einer Weinhauerfamilie in Mailberg geboren, am Namenstag des Heiligen Ambrosius, des "Vaters des Kirchengesanges". Nach Absolvierung der Mittelschule in Hollabrunn und dem Studium der Theologie in Wien wurde er 1909 zum Priester geweiht und wirkte in verschiedenen niederösterreichischen und Wiener Pfarren. 1921 wurde Schnitt zum Rektor der Wiener Hofburgkapelle bestellt. Sehr bald erkannte er die Reaktivierung der 1498 von Kaiser Maximilian I. gegründeten Hofmusikkapelle als eine seiner wichtigsten Aufgaben. Es gab kaum mehr Hofsängerknaben, sie wurden zeitweise durch Damen des Wiener Staatsopernchores ersetzt, es gab aber immer wieder Unterbrechungen im Musikbetrieb. Eine Erbschaft versetzte Monsignore Schnitt in die Lage, 1924 einen Knabenchor zu gründen, der die Tradition der Hofmusikkapelle fortsetzte und unter dem Namen "Wiener Sängerknaben" weltberühmt wurde.

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