Schmidleithner will Jahrhundert der Frauenkompetenz

Einführung der Tobin-Steuer sinnvoll

Wien (ÖGB). Ein "Jahrhundert der Menschlichkeit, durch einen entsprechenden Beitrag von Frauenkompetenz", forderte heute ÖGB-Frauenvorsitzende, Irmgard Schmidleithner, bei ihrem Eröffnungsstatement zum 13. ÖGB-Frauenkongress, der bis Donnerstag im Austria Center Vienna unter dem Motto "Frauenkompetenz statt Männerwirtschaft" stattfindet. ++++

Die gerechte Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Männern und Frauen, aber auch zwischen Arbeitsplatzbesitzenden und Arbeitslosen sei genauso notwendig,
wie die gerechte Verteilung von Besitz, Vermögen, Löhnen und Gehältern, so Schmidleithner. International müssten menschenwürdige Arbeits- und Sozialstandards und faires Einkommen realisiert werden. Die Einführung einer Tobin-Steuer brächte mehr Gerechtigkeit beim Steueraufkommen.

Kritisch betrachtet Schmidleithner die Situation ausländischer KollegInnen bei der Möglichkeit zum passiven Wahlrecht bei Betriebsrats- und AK-Wahlen. Diese Möglichkeit der Mitgestaltung und Integration sollte ausländischen KollegInnen endlich ermöglicht werden.

Schmidleithner, die sich in ihrer Funktion als ÖGB-Frauenvorsitzende und ÖGB-Vizepräsidentin stets vehement für pazifistische Ziele und gegen Faschismus eingesetzt hat, betonte -angesichts der aktuellen Kriegssituation in Europa, dass Krieg niemals eine Lösung sein könne und kein Konflikt auf diese Weise zu rechtfertigen sei. Gerade im Zeitalter der Kommunikationsgesellschaft sollten Problemlösungen nicht mit
Waffen angestrebt werden. (bfm)

ÖGB, 8. Juni 1999 Nr. 263

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