FERRERO-WALDNER gibt Greenpeace Regenwaldprogramm öS 5 Mio.

Schutz des Regenwaldes in die Hand der zivilen Gesellschaft Brasiliens

Wien (OTS) Anläßlich eines von Greenpeace Österreich organisierten Pressegesprächs zur Vorstellung von Projekten zur nachhaltigen Nutzung des Regenwaldes warnte Staatssekretärin
Benita FERRERO-WALDNER heute, daß trotz aller Bemühungen der internationalen Gebergemeinschaft die Waldzerstörung immer noch voranschreitet. Es erscheint FERRERO-WALDNER daher dringend notwendig, die Bemühungen um den Schutz stärker in die Hand der zivilen Gesellschaft Brasiliens zu legen. "Dazu hat Greenpeace,
auf Grund sehr sorgfältiger und umfangreicher Studien den brasilianischen Conselho Nacional dos Seringueiros (CNS, brasilianische Gewerkschaft der Gummizapfer) identifiziert", so FERRERO-WALDNER heute.

Der Präsident des CNS, Herr Atanagildo de Deus Matos, erhielt von Staatssekretärin FERRERO-WALDNER heute die Zusage, Projekte
zum Schutz des brasilianischen Regenwaldes aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mit einer Summe von
bis zu 5 Millionen Schilling zu unterstützen.

Konkret soll die CNS über zwei Projekte unterstützt werden. Es handelt sich um einen allgemeinen Ausbau der Grundstruktur der Organisation und um angewandte Forschung, die zeigen soll, wie gewisse Vermarktungs- und Technologie-Probleme der Produktpalette von CNS erfolgreich gelöst werden können. Diese Produktpalette umfaßt Naturkautschuk-Fertig- und Halbfertig-Produkte ebenso wie alle anderen Sammel-Produkte aus den Waldgebieten (Ätherische Öle, Parfüms, Nüsse usw).

Anläßlich des Pressegesprächs ging FERRERO-WALDNER auch auf die "Nationalinitiative Wald – Dritte Welt", die 1992 anläßlich der Umwelt- und Entwicklungskonferenz in Rio de Janeiro ins Leben gerufen wurde, ein. Nach Angaben der Staatssekretärin unterstützte die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, gemeinsam mit verschiedenen österreichischen Projektträgern und Partnerorganisationen, im Zeitraum von 1993 bis 1996 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Schilling. Über dreißig verschiedene Projekte in Lateinamerika sowie Teilen Afrikas und Südostasiens konnten in diesem Rahmen umgesetzt werden. Im wesentlichen konzentrierten sich die Projekt auf folgende
Bereiche:

Erhalt des primären, ursprünglichen Regenwaldes durch Landsicherung und Förderung der Lebensbedingungen der ansässigen Bevölkerung

Ökologische Rehabilitation von Wald- und Baumstandorten Förderung und Nutzung von Nicht-Holz-Waldprodukten
Das zentrale Ziel der Bemühungen im Rahmen dieser Initiative war die Erhaltung bzw. der Schutz des "Lebensraumes" Regenwald.

"Greenpeace ist uns aus dem Regenwald-Programm gut bekannt. Die Organisation hat wesentlichen Anteil an einer gelungenen Regie dieses Programms gehabt und die Sorge um den Wald ist inzwischen
zu einem globalen Anliegen geworden", so FERRERO-Waldner abschließend (Schluß).

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. J.Peterlik, Pressesprecher der Staatssekretärin
Tel: 53115-3265 / 0664-3567084
e-mail: Johannes.Peterlik@wien.bmaa.gv.at

BM für auswärtige Angelegenheiten

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA/OTS