Bauer: Beteuerungen der Post unglaubwürdig – Basispostämter sind de facto unselbständige Schalterstellen und im Standort gefährdet

Niederösterreich, 4.6.99 (NÖI) Die Beteuerungen der Post, daß von keinerlei Einschränkungen der Dienstleistungen im neuen Strukturkonzept die Rede sein könne, schenkt die Nationalratsabgeordnete der VP NÖ, Rosemarie Bauer, keinen
Glauben: "Der anerkannte Zeitaufwand für administrative Tätigkeiten beträgt derzeit ca. 20 % für mit dem Zustelldienst zusammenhängende Tätigkeiten ca. weitere 20 % der Dienstzeit. Durch den Wegfall der Zeiten in den Basispostämtern für Amtsverwaltung und Betreuung der Zusteller, werden diese zwangsläufig Teilzeitarbeitsplätze und die Öffnungszeiten für den Kunden reduziert!", so die Nationalrätin, die ausführt:
"Eingeschränkte Öffnungszeiten, ein vermindertes Dienstleistungsangebot, die Verlagerung von Zustellerarbeitsplätzen, Wegrationalisierung der Führungs-, Kontroll-, Aufsichts-, Schulungs- und Verwaltungsaufgaben sind der Weg hin zum Rückgang der Kundenfrequenz, zu demotivierten Mitarbeitern und schlußendlich zur Auflösung des Basispostamtes".****

Den Vorwurf der SPÖ an dieser Misere "durch Privatisierungswut in der Verstaatlichten" schuld zu tragen, weist die VP-Politikerin Bauer strikt zurück: "Landtagskollege Kautz vergißt in seiner Argumentation scheinbar völlig darauf, daß erst durch die Privatisierung die verstaatlichten Betriebe endlich aus den roten Zahlen gekommen sind. In die Modernisierung des PTA Konzerns
werden 2 Milliarden investiert. Bei der vorliegenden Umstrukturierung der Post wird vor allem von moderner- und 'kundenfreundlicheren' Innen- und Außengestaltung gesprochen. Von Entbürokratisierung und Kundennähe ist nur sehr wenig zu finden. Die Frage der effizienten Umstrukturierung stellt sich, und nicht
ob überhaupt!"
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