NÖ Klimabündniskonferenz in St.Pölten

Sobotka: Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge

St.Pölten (NLK) - Unter dem Titel "Von der Donau zum Rio Negro.
Das Klimabündnis schafft Lebensqualität" findet heute, am Vortag des "Welt-Umwelttages", in St.Pölten die NÖ Klimabündniskonferenz statt. Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka betonte dabei, "am Ende des 20. Jahrhunderts muß mittlerweile klar sein, daß der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist und den Kreislauf der Natur ungestraft durchbrechen kann". Angesichts der wirtschaftlichen Globalisierung komme dem Zusammenschluß des Klimabündnisses ein großes Gegengewicht zu.

Im Klimabündnis, als permanenter Auftrag verstanden, könne jeder -vom Volksschüler bis zum Pensionisten und vom Arbeiter an der Werkbank bis zum Generaldirektor - seinen Beitrag zur angestrebten 50-prozentigen CO2-Reduktion leisten, so Sobotka weiter. "Wenn sich das Land Niederösterreich zum Ziel gesetzt hat, bis zum Ende des Jahres 2000 100 Gemeinden zum Klimabündnisbeitritt motiviert zu haben und als Ansporn dafür bis zu 100.000 Schilling Förderung für jedes innovative Projekt bereitstellt, dann haben wir 30 Prozent der Bevölkerung erreicht und können im Bestfall eine Reduktion von drei bis vier Millionen Tonnen CO2-Äquivalente erreichen".

Umweltpolitik müsse Spaß und Freude machen, dann ziehe sie auch die entsprechende innere Einstellung und in Folge konkrete Umsetzungsschritte nach sich. Das Klimabündnis biete nicht nur den Gemeinden die Chance zu mehr Lebensqualität und erheblichen Einsparungen, sondern beinhalte über den unmittelbaren Wirkungskreis hinaus auch arbeitsplatzschaffende und auf die Verkehrssituation einwirkende Aspekte.

Dr. Elisabeth Reif, die neue Klimabündniskoordinatorin für Niederösterreich, dankte dem Landesrat dafür, daß er durch persönliches Engagement sehr viel zur Klimabündnis-Dynamik im Land beigetragen habe. Seien es anfangs des Jahres noch 41 NÖ Klimabündnisgemeinden gewesen, so halte man jetzt bereits bei 57, womit Niederösterreich sehr bald die führende Rolle innerhalb des Bundesgebietes zukommen werde, wo derzeit 243 Klimabündnisgemeinden und damit ein Viertel des europäischen Gesamtbestandes zu verzeichnen sind.

Bürgermeister Willi Gruber verwies als Gastgeber und Vorstand der größten niederösterreichischen Klimabündnisgemeinde darauf, daß die nunmehrige Landeshauptstadt bereits seit 25 Jahren ihren Beitrag gegen die Zerstörung der Regenwälder und damit für die "größte Lunge der Welt" leiste und mit mehr als 100 Solaranlagen, acht Windrädern u.a. längst auch zur "Umwelt-Landeshauptstadt" geworden sei.

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