Wirtschaft begrüßt Einführung der Chipkarte

Belangsendung der WKÖ am 8.6.99 um 5:52 Uhr auf Ö1

pwk (Wien) - Seit 15 Jahren wird darüber geredet. Seit November 1996 im Sozialministerium darüber nachgedacht. Und am 1. Jänner 2002 kommt sie endlich! Die Chipkarte statt des Krankenscheines. Jeder Kranken- und Unfallversicherte wird dann eine Plastikkarte mit einem Chip darauf haben, der den Schlüsselcode zu seinen Versicherungsdaten enthält. Der Krankenschein samt Gebühr hat ausgedient. Damit beginnt eine neue Aera im Sozialversicherungssystem, die neben Versicherung, Ärzten und Patienten auch der Wirtschaft Nutzen bringt. Daher hat die Wirtschaftskammer Österreich großen Anteil am Zustandekommen der 56. ASVG-Novelle, berichtet Leopold Maderthaner, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich: "Die Wirtschaftskammer Österreich hat seit vielen Jahren die Einführung der Chipkarte gefordert, weil wir meinten, daß die Wirtschaft natürlich von unnötiger Bürokratie entlastet werden soll. Weil alles einfacher sein soll. Und weil die Kassenverrechnung mit einer Chipkarte viel einfacher läuft. Das heißt: Entbürokratisierung. Und ich bin daher sehr froh, daß wir nun dieses Ziel erreicht haben, daß wir kurz vor der Einführung dieser Chipkarte stehen". ****

Die Einführung der Chipkarte kostet mindestens 900 Millionen Schilling, für neue Computer und neue Programme, für die Ausbildung der Mitarbeiter, der Sozialversicherung und der Ärzte und natürlich für die Karte selbst. Die Wirtschaftskammer wird sich an diesen Kosten beteiligen.

Maderthaner: "Es sind ja immerhin Kosten in der Größenordnung von etwa 900 Millionen oder einer Milliarde. Ok, und wir haben uns bereit erklärt, 300 Millionen dazu beizutragen für die Einführungsphase. Ohne dabei die Betriebe selbst zu belasten".

Überall in Europa wird über eine Umstellung der Verrechnung der Sozialversicherungen nachgedacht. Und bisher gibt es nirgends eine voll befriedigende Lösung. Wenn Österreich seine Umstellung programmgemäß schafft, wird es eine Vorreiterrolle übernehmen, freut sich Kammerchef Leopold Maderthaner.

Maderthaner: "Ich rechne also mit einer sehr baldigen Beschlußfassung im Parlament, nachdem sich nun alle einig sind. Und damit haben wir diese bahnbrechende Innovation, das ist auf alle Fälle geschaffen. In Österreich beginnt damit die größte EDV-Umstellung in Europa".
(Schluß) pt

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