Blochberger kritisiert Molkereien:

Milchbauern lassen sich nicht länger melken

St.Pölten (NLK) - "Die heimischen Milchbauern lassen sich nicht länger melken. Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt Kampfmaßnahmen nicht ausschließen", erklärte heute Landesrat Franz Blochberger zur Senkung des Milchpreises um 41 Groschen pro Liter innerhalb eines Monats. Seitens des Landes Niederösterreich werde immer wieder alles unternommen, um den Milchbauern zu helfen. Die Molkereien gefährden durch ihre unverständliche Vorgangsweise die Existenzen der Milchbauern.

Blochberger kündigte an, unter den gegebenen Umständen den Qualitätszuschlag von 10 Groschen pro Liter Milch, der ab Juli ausbezahlt hätte werden sollen, so lange auf Eis zu legen, bis die Molkereien endlich zur Vernunft kommen. "Ich habe Verständnis dafür, daß die Molkereien sparsam wirtschaften müssen. Ich habe aber kein Verständnis, wenn dies zu Lasten der Bauern geht, denn Einsparungspotentiale sind sehr wohl bei den Molkereien selbst zur Genüge vorhanden. Wenn die Niederösterreichische Molkerei (NÖM) und die oberösterreichische Bergland endlich fusionieren würden, könnten viele Millionen eingespart werden. In einer Zeit, in der Konzerne verschiedenster Produktionszweige sogar fusionieren, ist es geradezu lächerlich, daß die Molkereien diesen Weg nicht gehen und Kirchturmpolitik betreiben. Ich fordere NÖM und Bergland auf, die längst fällige Kooperation endlich einzugehen, so Blochberger.

Blochberger weist in diesem Zusammenhang auf die Einkommenseinbußen der Bauern im vergangenen Jahr hin. Nach 1996 mit 7,1 Prozent und 1997 mit 1,6 Prozent habe es 1998 mit 1,3 Prozent im dritten Jahr in Folge ein Minus gegeben. Keine andere Berufssparte müsse derartige Einbußen in Kauf nehmen.

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