ARBÖ: Wer ist immer schuld? Die Radfahrer oder die Autolenker?

Wien (ARBÖ) - Schuld sind immer die Radfahrer. Nein, die Autofahrer! - Oder doch die Fußgänger? Unkenntnis der Verkehrsregeln gepaart mit "Besserwissertum" ist eine gefährliche Mischung, die alle Verkehrsteilnehmer bedroht. Die ARBÖ-Experten haben die häufigsten Fehler der Rad- und Autofahrer zusammengestellt und appellieren zu mehr Rücksichtnahme.

Rad- und Autoverkehr kann eine gefährliche Mischung ergeben.
Vor allem, wenn Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Aggressivität den Ton angeben. Viele Autolenker vergessen, daß Radfahrer genauso Anrecht auf die Benützung der Verkehrswege haben. Und viele Radfahrer sind der Meinung, daß sie sowieso "alles tun dürfen". Die Neuerungen der Straßenverkehrsordnung "Nebeneinanderfahren erlaubt" und "Wahlrecht - Radweg oder Fahrbahn" betreffen jedoch
nur Rennradfahrer bei Trainingsfahrten. Vorschlängeln an haltenden Fahrzeugen ist nur langsam und mit entsprechendem
Sicherheitsabstand erlaubt.

Die häufigsten Fehler der Autofahrer:
* zu geringer seitlicher Sicherheitsabstand beim Überholen (richtig: ein Meter plus gefahrene Geschwindigkeit in Zentimetern)
* Maßregeln von Radfahrern (Hupen, Schimpfen, "Schneiden",
abruptes Abbremsen)
* schnelles Fahren auf Nebenstraßen und "Schleichwegen"
* kein Blinken beim Abbiegen
* blockieren von Radwegen

Die häufigsten Fehler der Radfahrer:
* überraschende Kurven- und Bremsmanöver
* zu hohe Geschwindigkeit auf Radfahrerüberfahrten und Engstellen
* fahren gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung
* langsames Nebeneinanderfahren auf stark befahrenen Straßen (provoziert unnötig)
* vorschlängeln an haltenden Fahrzeugen mit zu geringem seitlichen Sicherheitsabstand
* telefonieren während der Fahrt
* fahren und gleichzeitig Walkman hören
* kein Handzeichen beim Abbiegen

Wenn jeder Autofahrer und jeder Radfahrer diese Fehler
vermeidet, steht einem "verkehrsfriedlichen" Miteinander dieser beiden Verkehrsgruppen nichts mehr im Wege.

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