Kautz: Was geschieht mit den "Rollenden Bomben" auf Niederösterreichs Straßen

Explosive und giftige Fracht nur mit besonderer Kennzeichnung, Begleitung und zu ausgesuchten Zeiten transportieren

St. Pölten, (SPI) - Die Gefahr einer Umweltkatastrophe bestand in der Nacht auf Freitag, den 22.4.1999, nach einem Lkw-Unfall auf der Semmering-Ersatzstraße B 306. Ein italienischer Tankwagen, der mit 22 Tonnen des giftigen Stoffes Phenol gefüllt war, war gegen 24.00 Uhr in Richtung Steiermark unterwegs. In einer starken Linkskurve auf der Fahrt zur Semmering-Paßhöhe stürzte der Laster plötzlich um. Der Lenker blieb unverletzt. Für die Feuerwehren begann ein Wettlauf mit der Zeit. Es ging darum, etwaige Lecks ausfindig zu machen, da die in erwärmtem Zustand (80 Grad) transportierte Flüssigkeit ätzend und leicht entzündbar ist. Außerdem drohte der riesige Tank zu platzen, denn bei einem Absinken der Phenol-Temperatur auf unter 50 Grad wird die Flüssigkeit fest.****

"Ein Szene, die sich jeden Tag wiederholen könnte und sich leider auch wiederholt. Niederösterreichs Straßen sind voll von diesen "Rollenden Bomben", die die Sicherheit der Autofahrer gefährden und die Einsatzkräfte immer wieder Lebensgefahr aussetzen. Während die Bundeshauptstadt Wien für bestimmte Routen und Zeiten bereits Fahrverbote überlegt, geschieht in Niederösterreich nichts. LH Erwin Pröll macht sich lieber Sorgen über die Sicherheit der Bahn -offensichtlich möchte er, was durchaus der Politik der ÖVP entspricht, immer mehr Güter auf der Straße anstatt auf der sicheren Schiene transportiert wissen", kritisiert der Neunkirchner SP-Landtagsabgeordnete Herbert Kautz.

"Ich fordere Pröll einmal mehr auf, seinen Widerstand gegen den Ausbau der sicheren und umweltfreundlichen Bahn aufzugeben und im Rahmen seiner Verantwortung als NÖ-Landesverkehrsreferent Maßnahmen zu setzen, daß Transporte mit gefährlichen Gütern auf der Schiene, anstatt auf den völlig überlasteten Transitrouten Niederösterreichs durchgeführt werden. Weiters muß die unheilige Allianz von Pröll und Farnleitner, die sich weiterhin gegen die Einführung des Lkw-Road-Pricings aussprechen, ein Ende haben. Denn nur weil Pröll & Co die Lkw-Maut bis heute verhindert haben, warten wir nicht nur seit Jahren auf wichtige Straßen-Ausbauvorhaben, auch wichtige Investitionen zur Steigerung der Sicherheit konnten nicht durchgeführt werden.", so Abg. Kautz abschließend.
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