AGRANA-Geschäftsjahresergebnisse 1998/99 Umsatz plus 17,6 %, EBIT plus 16,5 %, Dividende wieder 14 Prozent

Wien (OTS) - Der Umsatz der AGRANA-Gruppe lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 1998/99 mit 9,402 Milliarden Schilling um 1,409 Milliarden Schilling über dem Umsatz des Vorjahres mit 7,993 Milliarden Schilling. Diese Erhöhung ist im wesentlichen auf den um die Akquisitionen erweiterten Konsolidierungskreis - u.a. durch Neuaufnahme der Magyar Cukor AG, der im Februar 1998 erworbenen tschechischen Zuckerfabrik Unicov AG und der rumänischen Zuckerfabriken Buzau AG und Tandarei AG - zurückzuführen. Aber auch die AGRANA Zucker-Ges.m.b.H., die AGRANA Stärke-Ges.m.b.H. und die AGRANA Marketing- und Vertriebsservice-Ges.m.b.H. konnten 1998/99 ihre Umsätze steigern. Obwohl die Ergebnisse durch die tiefen Weltmarktpreise für Zucker und den Preisverfall bei den Nebenprodukten der Zuckergewinnung deutlich gedrückt wurden, konnte doch im österreichischen Zuckerbereich durch Kostensenkungen dieser Entwicklung erfolgreich entgegengewirkt werden, so daß das Betriebsergebnis der Gruppe um 16,5 Prozent von 400 auf 466 Millionen Schilling gesteigert werden konnte. Besonders erfreulich war die Entwicklung im Stärkebereich, in dem - trotz gesunkener Preise - eine weitere Umsatzsteigerung um neun Prozent auf 1,365 Milliarden Schilling und eine Verbesserung des Betriebsergebnisses um 24 Millionen Schilling verbucht werden konnte, sodaß nach Abschluß der großen Restrukturierung erstmals ein positiver Jahresüberschuß erzielt wurde. Gewinn und Cash-Earnings wurden durch die ÖVFA (Österreichische Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung) wie folgt errechnet:

ÖVFA-Gewinn 185 Mio S/13,478 EUR (Vj. 340 Mio S) ÖVFA-Gewinn/Aktie 18 S /1,33 EUR (Vj. 26 S) ÖVFA-Cash Earnings 697 Mio S/50,623 EUR (Vj. 706 Mio S) ÖVFA-Cash Earnings/Aktie 69 S/4,98 EUR (Vj. 69 S) Cash Flow a.d. Ergebnis 836 Mio S/60,734 EUR (Vj. 895 Mio S)

Aufgrund des verminderten Jahresüberschusses, der durch das tiefe Weltmarktpreisniveau belastet war, sowie durch die Umstrukturierungsmaßnahmen in Ungarn und das Fehlen einmaliger Zusatzerträge im Finanzbereich der AGRANA Beteiligungs-AG reduzierte sich auch das ÖVFA-Ergebnis. Der Hauptversammlung der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft am 12. Juli 1999 wird für das Geschäftsjahr 1998/99 die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 14 Prozent (8 Prozent + 6 Prozent Bonus) auf das Grundkapital von 1.016 Millionen Schilling vorgeschlagen. Der Ausschüttungsbetrag wird daher analog dem Vorjahr 142,24 Millionen Schilling betragen. Laufendes Geschäftsjahr 1999/2000 Die Preissituation auf dem Stärkemarkt ist weiterhin angespannt. Man erwartet jedoch im Laufe des Jahres aufgrund der geringeren Kartoffelstärkeproduktion in der abgelaufenen Kampagne eine geringe Marktentlastung. Der Zuckerabsatz hat sich im März und April - vor allem durch die höheren C-Zucker-Exporte zufolge der höheren Ernte - um 4 Prozent erhöht. Der extrem niedrige Weltmarktpreis für Zucker belastet jedoch die Erlössituation. Mit Ende März wurde die Fusion der Kaposcukor AG in die Magyar Cukor AG durchgeführt. Die ungarische Zuckerfabrik Sarvar wird aufgrund von Kapazitätsanpassungen an die Marktgegebenheiten stillgelegt. Damit konnten die Strukturmaßnahmen bei den ungarischen Gesellschaften erfolgreich abgeschlossen werden. In der tschechischen Republik wird es kurzfristig ebenfalls zur Fusion aller drei Zuckergesellschaften kommen, um auch dort schlanke Strukturen zu schaffen. In der Zuckerfabrik Unicov wird aufgrund des 1999 reduzierten Rübenanbaus in Tschechien keine Rübenkampagne gefahren. In Rumänien sind aufgrund der niedrigen Weltmarktpreise und des ungenügenden Zollschutzes gegen Zuckerimporte die nationalen Rübenanbauflächen um rund 60 Prozent auf 40.000 Hektar zurückgegangen. Dadurch kommt der Raffination von importiertem Rohzucker noch stärkeres Gewicht zu. Diese Situation wird auch in Rumänien zu Kapazitätsanpassungen führen müssen. Umstrukturierung des österreichischen Zucker- und Stärkebereichs Es ist geplant, die AGRANA Zucker-Ges.m.b.H. und die AGRANA Stärke-Ges.m.b.H. rückwirkend per 28. Februar 1999 durch Fusion zusammenzuführen, wobei die AGRANA Zucker-Ges.m.b.H. das aufnehmende Unternehmen ist. Durch diese Fusion sollen die Strukturen vereinfacht und eine steuerliche Optimierung herbeigeführt werden. Die AGRANA wird weiterhin durch forcierte Strukturmaßnahmen den in der Agenda 2000 vorgesehenen Entwicklungen Rechnung tragen, um schlank und effizient auf allen Märkten agieren zu können.

PS: Sie finden unseren aktuellen Geschäftsbericht 1998/99 und den Einzelabschluß der AGRANA Beteiligungs-AG ab 4.6.1999, 9,30 Uhr auch im Internet unter www.agrana.com. Unter der E-Mail-Adresse abga@agrana.raiffeisen.at sind wir für Sie jederzeit erreichbar.

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