Wiener Gemeinderat (3)

Mitteilung zum Wiener Drogenkonzept 1999

Wien, (OTS) In einer Mitteilung zum Wiener Drogenkonzept 1999 betonte StR. Dr. Sepp Rieder (SPÖ) den Grundsatz, daß jeder Drogentote ein Toter zuviel und jeder junge Mensch, der in die Drogensucht abrutsche, ein Opfer zu viel sei. Gegner seien nicht
die Drogenabhängigen, sondern diejenigen, die mit der Sucht Geld verdienen. Er bekannte sich daher auch zum Grundsatz Therapie
statt Strafe und somit auch zum Ausbau der Therapieeinrichtungen
und des Substitutionsprogrammes. Rieder betonte die in den letzten fünf Jahren gestiegene Zahl der Kontakte Drogenabhängiger zu Betreuungseinrichtungen sowie der Substitutionspatienten. Die Steigerung der Spritzentäusche habe weiters zu einer rückläufigen Tendenz bei den AIDS-Neuerkrankungen geführt. Insgesamt sei in
Wien die Zahl der Drogentoten deutlich zurückgegangen, der Trend
zu immer jüngeren Drogenopfern gestoppt und die Ausuferung der offenen Drogenszene verhindert worden. Das mit der Schaffung der Drogenkommission von Juni 1997 bis April 1998 erarbeitete neue Wiener Drogenkonzept setze voll auf Prävention, nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei Lehrlingen und am Arbeitsplatz. Weitere wichtige Schwerpunkte seien der Kampf gegen Ecstasy mit einem eigenen Beratungszentrum für Designerdrogen sowie eine bessere Regionalisierung der Drogenberatung und Drogenbetreuung. Das Drogenkonzept werde aber auch die Grundlage für das Maßnahmenpaket Hepatitis bilden. Wichtig sei es ferner, die Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Einrichtung "Fix und Fertig" auszubauen. Schließlich schlug Rieder auch die Einrichtung eines Drogenbeirates vor, in dem Experten und Politiker auch die
Umsetzung des Drogenkonzeptes und die weiteren Maßnahmen gemeinsam erarbeiten sollten. (Forts.) rö/sp

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