Bauer und Blochberger:

Natura 2000-Diskussion auf breiter Ebene

St.Pölten (NLK) - Für eine faire und umfassende Diskussion mit allen Betroffenen über das Europa-Schutzgebietsnetz Natura 2000, an deren Ende eine gemeinsame Vorgangsweise stehen soll, sprachen sich heute Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer und Agrar-Landesrat Franz Blochberger im Wiener Brandschadenhof aus. Sie leiteten mit ihren Statements eine ganztägige Veranstaltung des Distelvereins zum Thema "Natura 2000 und Landbewirtschaftung" ein. "Erstmals", so die Veranstalter, "versuchen damit Bauern, Jäger und Naturschützer einen gemeinsamen Weg zu finden." Niederösterreich hat bekanntlich für Natura 2000 33 Prozent seiner Landesfläche gemeldet, was von Landwirtschaft und Wirtschaft kritisiert wird.

Es handle sich dabei um "Rohmeldungen", betonte Bauer und verwies auf einstimmige Beschlüsse der Landesregierung. Rund zwei Drittel der Flächen in den 19 gemeldeten Gebieten stehen bereits jetzt unter Schutz. Eine von ihm eingesetzte Arbeitsgruppe wird aufgrund eines gestrigen Beschlusses der Landesregierung um Vertreter der Sozialpartner und der Forstwirtschaft erweitert. Aufgrund einer internationalen Ausschreibung wird nunmehr eine "parzellenscharfe" Abtrennung vorbereitet. Nutzungseinschränkungen für die Landwirtschaft seien selbstverständlich nur im Rahmen von Verträgen und mit Entschädigungen möglich, wie das in Niederösterreich schon bisher gehandhabt wurde. Für Gewerbe und Industrie gebe es auf entsprechend gewidmeten Flächen keine Probleme, Umwidmungen werden allerdings wesentlich erschwert.

Blochberger betonte ebenfalls das Recht auf Abgeltungen bei wirtschaftlichen Einschränkungen und Erschwernissen. Er hob hervor, daß "Schützenswertes vor allem von den Bauern geschützt wurde und geschützt wird". Mit der Meldung von 33 Prozent der Landesfläche sei sicher "über das Ziel geschossen" worden. Vordringlich sei es nun, aus Brüssel Klarheit über die zeitlichen Abläufe und Fristen zu bekommen.

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