Hostasch: "Mai-Arbeitsmarktdaten als Erfolgsbilanz für NAP- Beschäftigungspolitik"-

18.000 Arbeitslose weniger - 34.466 Beschäftigte mehr

Wien, 2. Juni 1999 (BMAGS).- Eine klare Erfolgsbilanz für den Nationalen Aktionsplan für Beschäftigung und die österreichische Beschäftigungspolitik konnte Arbeitsministerin Lore Hostasch heute ziehen: Die Zahl der Beschäftigten lag im abgelaufenen Mai bei 3,109.113 Personen. Das bedeutet gegenüber dem Mai des Vorjahres eine Steigerung um 34.466 Personen oder 1,12 Prozent. Die Beschäftigung stieg bei den Männern um 6.659 oder 0,38 Prozent auf 1,759.761, bei den Frauen sogar um 27.807 oder 2,1 Prozent auf 1,349.352.

Als besonders erfreulich wertete Hostasch die Tatsache, dass
die Frauenbeschäftigung den Trend nach oben zumindest ebenso deutlich vollziehe wie die Männerbeschäftigung. Um so mehr gelte es nun, so Hostasch, alles zu tun, um den Frauen echte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu sichern, vor allem in Hinblick auf Entlohnung, Aufstiegschancen und Stabilität der Beschäftigungsverhältnisse sowie auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitsuchenden war dagegen mit 200.465 um
insgesamt 18.426 Personen oder 8,4 Prozent niedriger als im Mai des Vorjahres. Auch hier verlief die Entwicklung bei Frauen und Männern gleichermaßen gut. Frauen: -8.589 bzw. -8,0 Prozent,
Männer: -9.837 bzw. -8,8 Prozent.

Das Argument, die positive Arbeitsmarktentwicklung sei nur
Verdienst der guten Konjunktur und nicht der Beschäftigungspolitik, entkräftete Lore Hostasch: "1996 hatten wir ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent, steigende Arbeitslosigkeit und einen Beschäftigungsrückgang um 20.000. Heuer werden 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum prognostiziert, wir haben sinkende Arbeitslosigkeit und können im Jahresschnitt sicher mit einem Beschäftigungszuwachs um mehr als 20.000 rechnen."

Hostasch: "Wir müssen intensiv weiterarbeiten und vor allem
den Pakt für Ältere umsetzen. Die Prognosen von Fachleuten sagen eine kontinuierliche Arbeitsmarktentwicklung für die nächsten Monate voraus, mit einer gewissen Verflachung der guten Trends ist zu rechnen. Der Optimismus gründet sich auf die Tatsache, dass kontinuierliche Rückgänge der Arbeitslosigkeit und Zuwächse der Beschäftigung praktisch in allen wichtigen Branchen, in Produktions- und Dienstleistungsberufen, in allen Bundesländern und in nahezu allen Altersgruppen zu verzeichnen sind."

Bemerkenswert auch die Tatsache, dass die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um 8.000 oder 31 Prozent zugelegt hat, wobei das Stellenangebot rund um die Schwerpunkte Metall- und Elektroberufe sowie Fremdenverkehr recht breit gestreut ist.

Österreich hat niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Österreichs Arbeitslosenquote (saisonbereinigt, nach EU-
Kriterien) lag mit 4,6 Prozent (März 1999) bei weniger als der Hälfte der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent in der EU. Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25-jährige) lag EU-weit bei 18,6 Prozent, in Österreich dagegen bei 6,2 Prozent.

Auch die nationale Register-Arbeitslosenquote lag mit 6,1
Prozent deutlich unter dem Vergleichswert vom Mai 98 (6,6 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahr hatten alle Bundesländer Abnahmen der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die größten absoluten Abnahmen gab es in Wien (- 6.342), der Steiermark (-2.741) und in Niederösterreich (-2.498).

Altersgruppen

Nach Alter differenziert zeigt sich, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit in beinahe allen Altersgruppen zu beobachten ist. Jedoch hat sich auch der Anstieg der Altersarbeitslosigkeit (über 50jährige)im Mai mit +1.129 weiter verflacht. Tatsächlich ist die Zunahme gegenüber dem Vorjahr lediglich auf die weiterhin problematischen Arbeitsmarktchancen der über 55jährigen Personen zurückzuführen (+2.521), während die Arbeitslosigkeit der 50- bis unter 55jährigen Personen nunmehr mit -1.392 zunehmend rückläufig ist.

Lehrstellenmarkt

Ende Mai 1999 standen am Lehrstellenmarkt 2.224 sofort
verfügbaren Lehrstellensuchenden (1.045 Burschen und 1.179 Mädchen) 2.208 sofort besetzbare offene Lehrstellen gegenüber. Das Verhältnis ist also derzeit praktisch ausgeglichen, im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Lehrstellensuchenden um 555 oder 20 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Lehrstellen um 10 oder 0,5 Prozent.

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