ÖGB: Keine Abkehr von der Neutralitätspolitik

ÖGB-Präsidium kritisiert Maderthaner-Aussagen

Wien (ÖGB). Die von Wirtschaftskammerchef Maderthaner auch im Namen der österreichischen ArbeitnehmerInnen gestern geforderte Abkehr von der österreichischen Neutralitätspolitik wurde heute, Mittwoch, vom Präsidium des ÖGB mit Befremden vernommen. ++++

"Der Lebensstandard der ÖsterreicherInnen und der soziale Frieden in unserem Land ist unmittelbar mit der aktiven
Neutralitätspolitik der vergangenen Jahrzehnte verbunden. Durch diese Politik hat sich Österreich auch weltweit hohes Ansehen erarbeitet. Die Aussagen von Wirtschaftkammerpräsident Maderthaner können daher nicht akzeptiert werden", kritisierte das ÖGB-Präsidium.

"Der ÖGB hat sich in seinen Grundsätzen dazu verpflichtet die Unabhängigkeit und Neutralität zu verteidigen und an der Sicherung des Weltfriedens mitzuarbeiten. Österreich ist dabei nie abseits gestanden und hat eine langjährige Tradition in der
internationalen Friedensvermittlung. Viele unserer Soldaten haben bei Friedensmissionen als UNO-Blauhelme ausgezeichnete Friedensarbeit geleistet.

Es geht nicht nur um die militärische, sondern vor allem um die soziale Sicherheitspolitik. Daher geht es nicht um die Abkehr sondern um die Stärkung unserer Neutralität, um auch in Zukunft aktiv zur friedlichen Entwicklung Europas beizutragen", so das ÖGB-Präsidium. (ff)

ÖGB, 2. Juni 1999 Nr. 254

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