Heiße Diskussionen zum Thema "Ist Österreich innovativ?"

Frage des Risikokapitals nicht zufriedenstellend gelöst - Verbesserung der Infrastruktur zur Umsetzung der Innovationen

PWK - Die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft ist sehr stark mit der optimalen Umsetzung von Innovationen verbunden. Es gibt zwar genug innovative Kraft in Österreich - wie etwa der erfolgreiche Einstieg in High-Tech-Bereiche beweist -, bei der Umsetzung läßt sich das Umfeld jedoch sicherlich noch verbessern. "Es gibt zwar eine Fülle von Möglichkeiten, Mittel für gute Projekte zu bekommen, die Transparenz ist aber nicht immer gegeben", stellte Dr. Ferdinand Maier (Österreichischer Raiffeisenverband) bei der Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunft & Innovation" im Rahmen des "Tages der Wirtschaft" fest. ****

Gerade die Wirtschaftskammer bietet Unterstützung in allen Bereichen, die mit Innovationen zusammenhängen. Man müsse nur den Weg zu einem Berater der Kammerorganisation suchen, dann werde man vom Betreuer buchstäblich an die Hand genommen: "Wir helfen, wo es nur möglich ist", erklärte dazu Wirtschafskammer-Vizepräsidentin Ingrid Tichy-Schreder.

Sicherlich nicht zufriedenstellend gelöst - so war man sich in der Diskussionsrunde einig - ist die Frage des Risikokapitals. Die Gründe liegen nach Ansicht Maiers vor allem im steuerlichen Bereich. Notwendig sei eine konjunkturunabhängige Forschungsförderung sowie eine verstärkte Förderung von Pilotprojekten. Die versprochene Forschungsmilliarde habe sich hingegen als "reine Seifenblase" entpuppt.

Schloß-Schönbrunn-Manager Dr. Franz Sattlecker sprach sich dafür aus, die in Österreich existierenden Projekte an "Erlebniswelten" nicht ins Ausland abwandern zu lassen. Dies würde den heimischen Tourismus auf längere Sicht empfindlich treffen. Das Angebot an zeitgeistigem "Edutainment" müsse noch verbessert werden. Auch Tourismusexperte Mag. Martin Schwarz sprach sich dafür aus, die Gästezufriedenheit voranzustellen: "Wir können von Walt Disney's Konzepten noch viel lernen". Die Zukunft liege allerdings nicht im Nachahmen fremder Ideen, sondern im eigenen Formulieren.

Marketing werde, wie man am Beispiel des Tourismus sieht, immer wichtiger. Dinge auf den Markt zu bringen, sei kein Selbstzweck. Die Produkte müssen auch verkauft werden, sagte Sattlecker.

Entgegen der in der Diskussion mehrfach vertretenen Meinung gebe es für Unternehmen genügend Möglichkeiten, zu "Venture Kapital" zu kommen, meinte Dr. Wagner (Innovationsagentur). Es sei nicht das Problem, Hilfe zu finden. Vielmehr gebe es viele damit befaßte Stellen, sodaß es für den einzelnen Unternehmer oft schwer sei, den Überblick zu bewahren. "Innovation ist oft nur eine Aufeinanderfolge von kleinen Schritten. Lassen Sie sich von den Schrecknissen der Globalisierung nicht paralysieren. Gehen Sie das Projekt ruhig an. Es gibt Hilfe", faßte Diskussionsleiter Mag. Wolfgang Modera, kaufmännischer Direktor im Ars Electronica Center, zusammen.

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