Nächtliche Anstrahlung der Wiener Feuerwehrzentrale

SPERRFRIST 22 UHR Offizielle Einschaltung am Dienstag, dem 1. Juni ‘99

Wien, (OTS) Zu den laufenden Bemühungen, auch "Wien bei
Nacht" noch attraktiver werden zu lassen, zählen auch
Anstrahlungen historischer Fassaden. Es handelt sich diesmal um
das ehemalige "Bürgerliche Zeughaus" in Wien 1, Am Hof, die nunmehrige Zentrale der Wiener Feuerwehr - übrigens der ältesten Berufsfeuerwehr der Welt. Die offizielle Einschaltung der Beleuchtungsanlage nehmen Stadtrat Fritz Svihalek und
Branddirektor Dipl.-Ing. Dr. Friedrich Perner gemeinsam am
Dienstag, dem 1. Juni, nach Einbruch der Dunkelheit vor. Die Fassade, die Figurengruppe am Giebel sowie des an der Fassade des anschließenden (auch zur Feuerwehrzentrale gehörenden) ehemaligen "Unterkammeramtes" befindliche Wappenengels werden ab nun ganzjährig, konform mit dem Einschalten der öffentlichen Beleuchtung, immer bis Mitternacht angestrahlt.

Ein kurzer historischer Rückblick: Seit dem Jahre 1562 waren auf dem Platz Am Hof an Stelle der heutigen Häuser Nummer 9 und 10 zwei Gebäude, das "Unterkammeramt" und das "Zeughaus". Hier waren auch Wasserwagen und Löschgeräte untergebracht. Im Jahr 1685 kamen die ersten vier sogenannten "Feuerknechte" als von der Stadt besoldete Berufsfeuerwehrleute dazu. Hatte die Feuerwehr anfangs
nur Teile dieser Gebäude zur Nutzung, so wurden ihr im Jahr 1884, als die Feuerwehr vom Stadtbauamt getrennt wurde, beide Objekte überlassen. Dazu kam dann Mitte der 30er-Jahre noch das Haus
Nummer 7, weil der Ausbau der Feuerwehrzentrale einen
entsprechenden Platzbedarf zur Folge hatte.

Die beiden Objekte Nummer 9 und 10 wurden im Jahre 1732 nach Plänen des kaiserlichen Stückhauptmannes und Zeugwartes Anton Ospel umgebaut. Dabei wurde die Gestaltung der Fassade - besondere Bewunderung findet die Attika mit den beiden Skulpturen "Beharrlichkeit und Stärke", die eine vergoldete Weltkugel tragen
- dem Hofbildhauer Lorenzo Matielli übertragen, der dafür die ansehnliche Summe von 5.000 Gulden - bei Gesamtbaukosten von
36.000 Gulden für das Zeughaus - erhielt. Bei der Märzrevolution 1848 befand sich nach der Aufstellung der Nationalgarde deren
erstes Hauptquartier in diesem Gebäude. Leider ging der Zweite Weltkrieg an dem Gebäudekomplex nicht spurlos vorüber: Das Haus Nummer 9 (Unterkammeramt), in dem sich laut einer Quelle aus dem Jahr 1849 auch die Wohnung des jeweiligen Wiener Bürgermeisters befand, wurde gegen Kriegsende durch Bombentreffer zerstört und in den Jahren 1953 bis 1955 nach Plänen von Architekt Leischner
wieder aufgebaut. Die Häuser Am Hof Nummer 7, 9 und 10 haben auch heute eine dominierende Stellung in der Organisation der Wiener Feuerwehr: Hier sind Einsatzkräfte stationiert, hier befinden sich der Sitz des Feuerwehrkommandos, das Büro des Branddirektors, die Nachrichtenzentrale für den gesamten Raum Wien und andere zentrale Dienststellen.

Was die Anstrahlungsanlage, errichtet von der MA 33 -Öffentliche Beleuchtung, betrifft, ist diese in drei Teilbereiche gegliedert:

o Die Grundbeleuchtung der Fassade erfolgt mittels eines

breitstrahlenden Kleinfluters (150 Watt).
o Die Lichtwirkung zur Betonung der Figurengruppe und der

goldenen Kugel am Dachgiebel wird durch zwei engstrahlende Kleinfluter (mit je 150 Watt) erzielt.
o Die Anstrahlung des Wappenengels an der Fassade des ehemaligen

Unterkammeramtes erfolgt mittels eines engstrahlenden
Kleinfluters (150 Watt).

Die MA 33 nimmt die jährliche Strom- und
Instandhaltungskosten mit rund 11.000 Schilling an. (Schluß) pz/bs BITTE SPERRFRIST BEACHTEN
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