Fischler: "Agenda 2000 fördert Nachhaltigkeit"

Dresden (OTS) - Agrarkommissar Franz Fischler betonte heute, Dienstag, anläßlich der informellen Ratstagung der EU-Agrarminister in Dresden, daß die Sicherung eines nachhaltigen Agrarsektors Reformen in der Marktpolitik und in der ländlichen Entwicklung, wie sie im Rahmen der Agenda 2000 diskutiert und beschlossen wurden, erfordere. Fischler stellte fest, daß das Konzept der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft nicht nur auf die Umweltdimension reduziert werden könne: "Wenn es nicht gelingt, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Bauern und den sozialen Ausgleich zu sichern, dann wird es auch nicht möglich sein, die Qualität der europäischen Umwelt zu erhalten."

Die Agenda 2000 stelle einen mutigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit dar: "Die neue ländliche Entwicklungspolitik zielt darauf ab, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, den sozialen Ausgleich und die positiven Umweltleistungen im ländlichen Raum insgesamt zu fördern.", betonte der Kommissar. "Die Ausrichtung der Agrarpolitik auf die Nachhaltigkeit wird schon allein darin deutlich, daß die Agrar-Umweltmaßnahmen als einzige verpflichtend in jedes ländliche Entwicklungsprogramm aufgenommen werden müssen. Die Agrar-Umweltmaßnahmen sehen daher Vergütungen für Landwirte vor, die auf freiwilliger, vertraglicher Basis zusätzliche Leistungen zum Schutz der Umwelt und zur Pflege der Kulturlandschaft erbringen, die über die gute landwirtschaftliche Praxis hinausgehen.", betonte der Kommissar. Diese Vergütungen stünden auch für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung, soweit zusätzliche Umweltleistungen erbracht würden.

Fischler wies in diesem Zusammenhang auf neue Instrumente hin, die das nachhaltige Wirtschaften fördern: "Einerseits wird es eine neue Beihilfe für die Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Stabilität der europäischen Wälder geben. Andererseits haben die Mitgliedstaaten in Zukunft die Möglichkeit, die Direktzahlungen kürzen und das eingesparte Geld zusätzlich für bestimmte Maßnahmen der ländlichen Entwicklung ausgeben, sollten Landwirte die Mindeststandards für eine umweltgerechte Landwirtschaft nicht einhalten. Auch die Mittel, die durch eine nationale Staffelung der Direktzahlungen (Modulation) freigesetzt werden, sollen für zusätzliche Maßnahmen zugunsten der ländlichen Entwicklung verwendet werden."

Fischler kündigte an, daß die Kommission dem Europäischen Rat in Köln einen Bericht über die Integration des Umweltschutzes in die verschiedenen Gemeinschaftspolitiken, darunter die Landwirtschaft, vorlegen werde. Bereits im Januar hat die Kommission eine spezifische Mitteilung über dieses Thema herausgegeben, die unter dem Titel "Wegweiser zur nachhaltigen Landwirtschaft" dem Rat übermittelt wurde.

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